(Stand: 01.09. 2019)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
herzlich Willkommen auf meiner Website, auf der Sie sich über Neuigkeiten und Aktivitäten aus meiner kompositorischen Arbeit informieren können.
Für Ihr Interesse danke ich Ihnen herzlich!


Durch Anklicken der farbig unterlegten Werktitel gelangen Sie zu einigen Notenbeispielen!

Aktuell:

Anlässlich des Kompositionswettbewerbes für Orchester der XX. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik 2019 wurde Martin Christoph Redel für die Komposition „Disput“ für Horn und Orchester op.88a der 2. Preis verliehen. Ein 1. Preis wurde nicht vergeben. Darüber hinaus wurde dem Werk auch der Publikumspreis zuerkannt.
Die Uraufführung erfolgte am 28. April 2019 in Weimar durch die Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Markus L. Frank. Solist war Jörg Brückner.

„Im ‚Disput‘ für Horn und Orchester von Martin Christoph Redel bewies sich Solist Jörg Brückner als kongenialer Partner, der den Solopart mit Brillanz und Verve auslotete. Es war ein seltener Hörgenuss, wie sich Horn und Orchester eine angeregte musikalische Diskussion lieferten. Wie einer den anderen nach Noten zu überzeugen versuchte und beide sich schlussendlich annäherten. Das hatte Witz und Humor, vor allem aber musikalische Klasse.“
(Thüringer Allgemeine)

 

Neueres aus der „Werkstatt“ 2018/19:

„FERNE NÄHE“. Requiem für Streichorchester op.91 (2017/18) Spieldauer: 14′
Uraufgeführt am 13. September 2018 in Homburg/Saar durch das Stuttgarter Kammerorchester unter Leitung von Matthias Foremny

„WIND SKETCHES“. Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op.92 (2018). Spieldauer: 10′

„Erik Saties ‚SPORTS ET DIVERTISSEMENT (1914)‘. Eine kompositorische Interpretation für großes Ensemble sowie Sprecher und Projektion ad libitum“ (2019)

Choralvorspiel zum Lutherchoral „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ für Orgel (2019)

„Saxollage“. Quartet for saxophones op.94 (2019)

 

Uraufführungen der Spielzeit 2018/19

„F E R N E   N Ä H E“. Requiem für Streichorchester op.91 (2017/18)
13. September 2018 Homburg a.d. Saar (Kulturzentrum Saalbau)
Stuttgarter Kammerorchester, Leitung Matthias Foremny
Wiederholung am 14. September in Stuttgart (Liederhalle, Mozartsaal)

„D I S P U T“ für Horn und Klavier op.88 (2017)
11. Oktober 2018 Berlin (Krönungskutschersaal)
Lisa Erchinger, Horn; Ikuko Odai, Klavier

„N I R G E N D L A N D“. Sieben Lieder auf Gedichte von Mascha Kaléko für Mezzosopran und Klavier op.87 (2016)
09. November 2018 Hamburg, Tschaikowsky-Saal
Nicole Pieper, Mezzosopran; Olena Kushpler, Klavier

„WORTLOS SINGEND…“ Klanggedichte für Orchester op.75b (2012/17).
18. Januar 2019 Leipzig (Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy, großer Saal)
Orchester der Hochschule für Musik Leipzig, Leitung Matthias Foremny

„DISPUT“ für Horn und Orchester op.88a (2017/18)
28. April 2019 Weimar (Weimarer Frühjahrstage für Neue Musik)
Jörg Brückner, Horn. Jenaer Philharmonie, Leitung Markus L. Frank

Neuerscheinungen 2018/19:

Falls nicht anders angegeben sind alle auf dieser Seite genannten Werke verlegt bei Boosey & Hawkes / Bote & Bock (Berlin)

„IM ANFANG“. Geistliche Musik für Mezzosopran, Flöte, Harfe und Orgel op.83 (2015)
Kompositionsauftrag der Stiftung St. Matthäus, Berlin
Uraufgeführt am 25. Dezember 2015  in der St. Matthäuskirche Berlin.
Heike Peetz, Mezzosopran
Klaus Schöpp, Flöte
Katharina Hanstedt, Harfe
Lothar Knappe, Orgel.
ISMN 979-0-2025-3455-7
ISBN 978-3-7931-4152-5 Im Anfang

„ZWISCHEN WUNDE UND SCHMERZ. Streichquartett III mit Sopran auf Texte von Najet Adouani (2016)
Uraufführung am 6. Oktober 2017 in Hamburg (Mirallessaal)
Frauke-Maria Thalacker, Sopran
Arsen Zorayan & Ivanna Ilina-Frolikov, Violine
Lucas Schwengebecher, Viola
Closvis Michon, Violoncello
ISMN 979-0-2025-3514-1
ISBN 978-3-7931-4211-9

„DISPUT“ für Horn und Klavier op.88 (2017)
Uraufführung am 11. Oktober 2018 Berlin (Krönungskutschersaal)
Lisa Erchinger, Horn; Ikuko Odai, Klavier
ISMN 979-0-2025-3512-7
ISBN 978-3-7931-4209-6

Als Bearbeitung erschien:
„SECHS LYRISCHE STÜCKE“ von Edvard Grieg (2017)
für Klarinette und Klavier arrangiert von Martin Christoph Redel
1. Volksweise op.38/2
2. Elegie op.38/6
3. Vöglein op.43/4
4. Notturno op.54/4
5. Salon op. 65/4
6. Zug der Zwerge op.54/3.
„Uraufführung“ am 13. November 2017 in Winnenden (Schloss)
Wolfgang Meyer, Klarinette
Markus Hadulla, Klavier
ISMN 979-0-2025-3513-4
ISBN 978-3-7931-4210-2

Redel-Werke als Wettbewerbsrepertoire 2018

Beim 10. Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ 2018 in Graz standen folgende Vokalkompositionen von mir in den Repertoirelisten:

  • ERTRÄUMT. Gesänge auf Texte von Irena Wachendorff für Mezzosopran/Alt und Klavier op.60 (2006) *
  • DREI ECKELS-LIEDER für Mezzosopran/Alt und Klavier op.72 (2011) *
  • NIRGENDLAND. Sieben Lieder auf Gedichte von Mascha Kaléko für Mezzosopran/Alt und Klavier op.87 (2016)
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Bass-Bariton und Klavier op.54 (2001) *
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Tenor und Klavier op.54 (2001) *

*  Diese Werke waren ebenfalls in der Liedrepertoireliste des Deutschen Musikwettbewerbs 2018 (9.-13. März, Augustinum Bonn) zu finden.


 

Klassische Kammermusikbesetzungen im Redel – Sound: 

KLAVIERTRIOS

Trio  für Klavier, Violine und Violoncello (in einem Satz) op. 19 (1973) 10‘
Uraufführung: 7. November  1974 Münster (Detmolder Trio: Alan Speer, Klavier; Eva Dörnenburg, Violine; Ina Schlüter, Violoncello)

Schattenlinien. Fantasie für Violine, Violoncello und Klavier op. 53 (2000/2001)  16‘
Uraufführung: 16. Dezember 2001 Dortmund (Trio Jean Paul: Ulf Schneider, Violine; Martin Löhr, Violoncello; Eckart Heiligers, Klavier)  

STREICHQUARTETTE

Streichquartett I  op. 7 (1967)  15‘
Uraufführung: 19. Juli 1968 Detmold. (Heinrich Hörlein & Fenneken Franken, Violine; Adelheid Souchay, Viola; Walter Keller, Violoncello)

Streichquartett II op. 25 (1977) 17-18‘
Uraufführung: 6. August 1978 Hitzacker (Ensemble classique, Köln: Winfried Rüssmann & Koenraad Ellegiers, Violine; Hartmut Frank, Viola;
Claus Kühr, Violoncello)

Zueignung für Streichquartett op.73 (2011) #  4’15’’
Uraufführung:  15.September 2012 Weikersheim.
Lerchen-Quartett (Kathrin Scheungraber und Lisa Klotz, Violine; Hanna Breuer, Viola; Sophie Scheungraber, Violoncello)

Chiffren  einer „bergigen“ Tonfolge für Streichquartett (2013)
Uraufführung: 04. November 2013 Weikersheim
Aris Quartett (Anna Kahtarina Wildermuth und Noémi Zipperling, Violine; Caspar Vinzenz, Viola; Lukas Sieber, Violoncello)

„Zwischen Wunde und Schmerz“. Streichquartett III mit Sopran op.86 (2016)  15’
Texte: Najet Adouani
Uraufführung: 6. Oktober 2017 Hamburg (Miralles-Saal)
(Frauke-Maria Thalacker, Sopran; Arsen Zorayan & Ivanna Ilina-Frolikov, Violine; Lucas Schwengebecher, Viola; Clovis Michon, Violoncello)

QUINTETTE

Quintett für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello op. 38 (1988)  15-16‘
Uraufführung: 11. Dezember 1988 Berlin (Philharmonie). Scharoun Ensemble:
(Peter Geisler, Klarinette; Alessandro Cappone und Armin Brunner, Violine; Brett Dean, Viola; Richard Duven, Violoncello)

Espressioni für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 29 (1980)  19‘
Uraufführung: 14. März 1982 Kopenhagen (Hansjörg Schellenberger, Oboe; Karl Leister, Klarinette; Gerd Seifert, Horn; Günter Piesk, Fagott; David Levine, Klavier)

Wind Sketches. Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op.92 (2018)   10’

 

IM RÜCKSPIEGEL

SEPTEMBER

03.09.1985 Bad Reichenhall

Zum Gedenken an meine 1983 verstorbene Mutter schrieb ich „DIE MIT TRÄNEN SÄEN”,  Motette für vier- bis siebenstimmigen Chor a cappella op. 35 (1985) auf Texte des 126. Psalms. Darum gebeten hatte mich KMD Rainer Goede, mit dem ich in den Jahren zuvor mehrere Konzerte für Orgel und Schlagzeug spielte, darunter auch meinen TRAUMTANZ in dieser Instrumentation. Es sollte allerdings ein Chorstück in solchem Schwierigkeitsgrad sein, dass auch ein Jugendensemble die Komposition bewältigen könne – eine besondere Herausforderung.

Die Uraufführung sang dann die Ansbacher Jugendkantorei unter Leitung von Rainer Goede.

In der Folgezeit wurde die Komposition von folgenden Chören/Dirigenten interpretiert: 

Vokalensemble Karlsruhe-Durlach/Hans Martin Corrinth; Musica Viva Chor Bamberg/Fritz Braun; Niederländischer Kammerchor/Uwe Gronostay; Thomanerchor Leipzig/Georg Christoph Biller; Junger Chor Aachen/Fritz ter Wey; Vokalensemble St. Lorenz Nürnberg/Matthias Ank; Westfälischer Kammerchor/Matthias Ank.

Aufführungen u.a. in Aachen, Ansbach, Berlin, Breslau, Detmold, Hamburg, Karlsruhe, Krakau, Leipzig, Lübeck, Mariestad/Schweden, Nürnberg, Wien…

 

10.09.1978 Amsterdam

Meine SZENEN für Flöte und Klavier op. 26 (1977) sind meinem großen Vorbild Witold Lutoslawski zum 65. Geburtstag gewidmet. Dies drückt sich darin aus, dass im Mittelsatz der fünfteiligen Komposition motivische Anklänge an den Beginn von Lutoslawskis Streichquartett hörbar werden.

Das Stück wurde 1978 von der Gaudeamus-Musikwoche in Amsterdam ausgewählt und von Ingrid Deij & Niek de Vente daselbst uraufgeführt.                                                                     

Weitere Aufführungen in Berlin, Brakel, Colorado Springs, Cuxhaven, Detmold, Barntrup, Bünde, Hawthorn/Austr., Lage/L., Salzburg, South Yarra/Austr., Wörgl, Wroclaw durch Paul Meisen & Wilfried Kassebaum,  Brian Brown & John Hogan, Stephanie Hamburger & Nicole Winter, Silvia Gelos & Gustavo Balanesco, Jolanta Barlik & Teresa Woronko, Paul Nagem & Susan Grace.

Rundfunkeinspielungen beim WDR (Meisen/Kassebaum) und SFB (Hamburger/Winter)

„In den Szenen für Flöte und Klavier nimmt der dritte von fünf Sätzen Achsfunktion ein, er gehört der Flöte allein, die Strukturen der Sätze eins und zwei aufgreift und zugleich weiterführt und den Blick nach vorn öffnet. Auch hier stehen Reaktionen im Vordergrund, selbst wenn das Musizieren der Partner von unterschiedlichen Ansätzen ausgeht und sich nicht summiert.“ (FonoForum)

Für das Kammerorchester Tibor Varga (heute: Detmolder Kammerorchester) fertigte ich eine Version für Flöte und Kammerorchester an, welche am 8. November 1978 durch Karlheinz Zöller und das Kammerorchester Tibor Varga unter meiner Leitung in Detmold uraufgeführt wurde.

 

11.09.1994 Meppen

Für das „Duo Duellante“ (Helmut C. Jacobs, Akkordeon und Hermann-Josef Tillmanns, Schlagzeug) entstanden die VISIONS FUGITIVES für Akkordeon und Schlagzeug op. 46 (1993). Der Titel nimmt einerseits Bezug darauf, dass sich die Komposition in unterschiedliche Teile (Visions) gliedert, andererseits aber auch allmählich darauf hinarbeitet, irgendwann einmal den für das Akkordeon typischen Tango „flüchtig“ anzudeuten…

Weitere Aufführungen in Amsterdam, Bad Honnef, Bonn, Detmold, Dortmund, Essen, Moers, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Yokohama, Tokyo.

Interpreten waren die Duos Mie Miki (Akkordeon) & Sumire Yoshihara (Schlagzeug), Marko Kassl (Akkordeon) & Daniel Dickmeis (Schlagzeug), Claudia Iserloh (Akkordeon) & Yoana Varbanova (Schlagzeug).

„Die eindrucksvollste Komposition des Abends war sicherlich das Auftragswerk Martin Christoph Redels: ‚Visions Fugitives’. Nicht ganz so plakativ wie die anderen Komponisten geht Redel hier mit den Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten der Verbindung Akkordeon und Schlaginstrument um. Es sind eben nur ‚flüchtige Visionen’, die er zum Beispiel durch raffinierte Tango-Elemente erzeugt. (Nordwest-Zeitung Nordenham)

 

13.09.2018 Homburg a.d. Saar

Immer wieder – und dies seit Jahren – ertrinken Menschen aus Afrika im Mittelmeer bei dem Versuch der Flucht in ein freiheitliches Leben. Ihnen mögen die Südeuropäischen Küsten aus der Ferne nah erschienen sein. Ihr beklagenswertes Schicksal rückte aber die als nahe Ferne empfundene Distanz in eine ferne Nähe.  Mittlerweile sind es Tausende, denen dieses Leid widerfuhr, ein Zustand, der für jeden human denken Menschen unerträglich ist.

In Betroffenheit über diese Katastrophe entstand „FERNE NÄHE. Requiem für Streichorchester“ op.91 (2017/18).
Die Komposition orientiert sich zwanglos an einigen Passagen des Requiem-Textes und fügt ins-besondere die Musik zum “Dies Irae” immer wieder in den musikalischen Verlauf ein.

Die Uraufführung wurde interpretiert vom Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Matthias Foremny.

 

15.09.2012 Weikersheim

Bei der ZUEIGNUNG für Streichquartett op.73 (2011) handelt es sich eigentlich um ein Geschenk: Der der Jeunesses Musicales Deutschland äußerst zugetane Fabrikant Thomas Busch wurde zum Ehrenmitglied des „Vereins der Freunde der Jeunesses Musicales“ ernannt. Als großem Freund der Gattung Streichquartett wollte man Herrn Busch eine besondere Freude dadurch bereiten, das ganz persönlich für ihn ein Streichquartett geschrieben würde. Als Ehrenpräsident der Jeunesses Musicales Deutschland war es mir natürlich eine Freude, eine kleine Komposition zu verfassen, die aber in ihrer Strukturiertheit durchaus anspruchsvoll ist: die Buchstaben B-(U)-S-C-H bilden den motivischen Kern des Stückes, der in vielfacher Form variiert und weiterentwickelt wird, wobei auch die Ansprüche an die Spieler absolut professionell sind.

Die Uraufführung spielte das junge „Lerchen-Quartett“ mit Kathrin Scheungraber und Lisa Klotz, Violine; Hanna Breuer, Viola und Sophie Scheungraber, Violoncello. 

 

15.09.2012 Düsseldorf

Die Blockflötistin Susanne Köszeghy bat mich um ein Solostück für ein Programm, das sie für das “Surrounding-Festival – Neue Musik trifft improvisierte Musik & Jazz” in Düsseldorf (“Jazzschmiede”) zusammenstellen wollte. So entstanden die BIRD SEQUENCES. Metamorphosen für Altblockflöte solo op.76 (2012).  Ein nur wenige Takte umfassendes – an Vogelrufe erinnerndes – Motiv wird im Verlauf des Stückes mannigfach variiert und weiterentwickelt.

 

16.09.2011 Hamburg

Das „Ensemble Horizonte“ aus Detmold führte im Jahre 2011 unter der Leitung von Jörg-Peter Mittmann eine Konzertreihe durch, welche Bezüge zu dem Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock hatte, zumal das erste Konzert dieser Reihe in der Christianskirche in Hamburg-Ottensen stattfand (mit Mitschnitt durch den Deutschlandfunk), auf deren Friedhof sich Klopstocks Grab befindet. Für diese Konzertreihe schrieb ich „BLEIB, GEDANKENFREUND. Klanggedicht für 5 Instrumentalisten op.70 (2010/11). Die Komposition für Flöte, Klarinette, Viola, Violoncello und Schlagzeug nimmt Bezug auf Klopstocks berühmtes Gedicht „Die frühen Gräber“.

Weitere Aufführungen in Detmold, Halle/Westf. (Haller Bachtage), Hamburg (Musikhochschule), Höxter, Kopenhagen, Lemgo und Zürich.

„…erstrahlte das Klanggedicht für Flöte, Klarinette, Viola, Violoncello und Schlagzeug ‚Bleib, Gedankenfreund’ von 2011 aus der Feder von Martin Christoph Redel. Wie ein musikalischer Maler skizziert Redel hier die Stimmungen und Klopstocks Gedicht ‚Die frühen Gräber’ und ‚zerlegt’ anhand der kleinsten Verseinheit, dem ‚Wortfuß’ des Dichters, entsprechende Klangsequenzen. (Haller Kreisblatt) 

 

17.09.2003 Straubing

Im Auftrag des Bluval-Festivals (Straubing) schrieb ich MO(VE)MENTS für Kammerensemble op. 55 (2002/2003). Der Titel weist auf die Doppeldeutigkeit hin, indem sich hier die Begriffe „Movement“ und „Moment“ treffen. Der Untertitel lautet „Mosaik für Kammerensemble“. Die Komposition ist dem Dirigenten Dieter Cichewiecz gewidmet, der zum Zeitpunkt der Entstehung und Uraufführung bereits schwer von seiner Krankheit gezeichnet war und nicht lange danach verstarb. An seiner Stelle wurde das Ensemble für Neue Musik der Musikhochschule München von Burkhard Rempe dirigiert.

Weitere Ensembles, die das Werk interpretierten waren das ars nova ensemble Nürnberg unter der Leitung von Werner Heider (mit Rundfunkproduktion für den BR) und das Ensemble Musica Viva Hannover unter der Leitung von Hans-Christian Euler (mit CD-Produktion für die „edition zeitklang“).

„Das aus der Taufe gehobene Hauptwerk des Abends, Redels ‚Mo(ve)ments’ (…) passte sich glänzend ins Übrige ein. Dabei reicht seine Palette von rhythmisch diffus bis prägnant, von melodisch kantabel bis abgerissen. Sehr erfrischend die jazzartige Einlage mit Boogie-Figuren im Klavier und diversen anderen Riffs.“ (Straubinger Tagblatt)

„…setzte Redels im Jahr 2003 entstandenes „Mo(ve)ments – Mosaik für Kammerensemble“ auf rhythmische Verschiebungen, formte sich sein Werk durch den Wechsel von ruhigen Sequenzen mit intensiven, percussionsartigen Passagen“. (Nürnberger Zeitung)

 

25.09.2010 Detmold

RESONANZEN für zwei Klaviere und Schlagzeug op.66 (2009/10)

Der Titel des Werkes geht auf zwei Aspekte zurück:

Zum einen werden an vielen Stellen der Komposition durch Klangtechniken, die von Henry Cowell und später insbesondere von George Crumb genutzt wurden „Resonanzen“ erzeugt, also Nachklang- oder Nachhalltechniken, die durch verschiedenartigen Pedalgebrauch sowie das Spiel im Innenraum des Flügels entstehen.

Andererseits ist das Werk auch (m)eine Resonanz auf zwei Komponisten, die gerade in dieser Instrumentalbesetzung Maßstäbe setzende Werke geschaffen haben, nämlich Béla Bartók und George Crumb. Ihnen gemeinsam ist der zweite Satz des Werkes gewidmet, in welchem unter dem Titel “Noctural Apparitions“ eine Klangfarbenmusik komponiert wurde, in deren Verlauf nicht nur erkennbare Anklänge (= Resonanzen) an Bartóks „Sonata“ aufscheinen sondern auch die Kürzel der Namen beider Komponisten als Tonfolgen Verwendung finden: entweder G-C-B-B oder G-C-B-E-( )-A.

Umrahmt werden die „Noctural Apparitions“ von zwei Toccaten.   

Die Uraufführung beim 1. Hörfest Neue Musik in Detmold wurde gespielt vom Artwork Ensemble: Hajdi Elzeser & Nenad Lečić (Klavier) und Yoana Varbanova & Sven Pollkötter (Schlagzeug).                

Weitere Aufführungen erfolgten in Colorado Springs („quattro mani“Susan Grace & Alice Rybak, Klavier und Peter Cooper & Michael Tetreault, Schlagzeug) sowie in Göttingen (Artwork Ensemble).