(Stand: 1. Oktober 2017)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
herzlich Willkommen auf meiner Website, auf der Sie sich über Neuigkeiten und Aktivitäten aus meiner kompositorischen Arbeit informieren können.


Durch Anklicken der farbig unterlegten Werktitel gelangen Sie zu einigen Notenbeispielen!

 

Neues aus der „Werkstatt“:

„DISPUT“ für Horn und Klavier 0p.88 (2017). Spieldauer: 5 1/2 Minuten.

„WORTLOS SINGEND…“. Klanggedichte für Orchester op.75b (2012/17)

„BEKENNTNISSPLITTER“ für Sopran und Violoncello mit Gedichten von Irena Wachendorff op.89 (2017)
Uraufgeführt am 9. Juli 2017 in Berlin-Schöneberg durch Irene Kurka, Sopran und Burkart Zeller, Violoncello.

„BALLADE“ für Violine solo op.90 (2017)

Neuerscheinungen 2017:

Falls nicht anders angegeben sind alle auf dieser Seite genannten Werke verlegt bei Boosey & Hawkes / Bote & Bock (Berlin)

 

„BEGEGNUNG“. Rheinische Bagatelle für Klavier op.85 (2016)
Erschienen im Rahmen des internationalen Kompositionsprojekts „250 piano pieces for BEETHOVEN“ der Pianistin Susanne Kessel.
Verlag: Editions Musica Ferrum, London
Vol.3 der Sammlung

„NIRGENDLAND“. Sieben Lieder auf Gedichte von Mascha Kaléko für Mezzosopran und Klavier op.87 (2016)

Martin Christoph Redel:
„Hommage à György Ligeti.
Einflüsse Ligeti’scher Kompositionstechniken und Klanglichkeiten auf meine Komposition ‘Les Adieux’”
in
„György Ligeti. Aspekte seines Werks und seiner Persönlichkeit“.
Schriftenreihe der Hochschule für Musik Saar, Band 7. Röhrig Universitätsverlag GmbH St. Ingbert.

 

 

Redel-Werke als Wettbewerbsrepertoire

Beim Internationalen Flötenwettbewerb „Friedrich Kuhlau“ 2017 in Uelzen/Deutschland ist der FEUERTANZ für zwei Flöten und Klavier op.69 (2010) Pflichtstück im 2. von 3 Durchgängen.

Beim 10. Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ 2018 in Graz stehen folgende Vokalkompositionen von mir in den Repertoirelisten:

  • ERTRÄUMT. Gesänge auf Texte von Irena Wachendorff für Mezzosopran/Alt und Klavier op.60 (2006) *
  • DREI ECKELS-LIEDER für Mezzosopran/Alt und Klavier op.72 (2011) *
  • NIRGENDLAND. Sieben Lieder auf Gedichte von Mascha Kaléko für Mezzosopran/Alt und Klavier op.87 (2016)
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Bass-Bariton und Klavier op.54 (2001) *
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Tenor und Klavier op.54 (2001) *

*  Diese Werke sind ebenfalls in der Liedrepertoireliste des Deutschen Musikwettbewerbs 2018 zu finden


 

IM RÜCKSPIEGEL

Uraufführungskalender des Monats

OKTOBER

08.10.1966 Kassel

Mein Kompositionslehrer Rudolf Kelterborn regte an, mich an einem Konzert im Rahmen der Kasseler Musiktage 1966 zu beteiligen, welches unter dem Motto „Junge Komponisten spielen eigene Werke“ stand.
Hierfür komponierte ich meine MUSIK FÜR KLAVIER UND SCHLAGINSTRUMENTE op. 4, bei deren Uraufführung Dorothy Rowse am Klavier mitwirkte.
Auch spielte ich mit den Pianisten Christian Möllers, Lazlo Simon und Wilfried Kassebaum. Zu weiteren Interpreten zählten u.a. die Duos Gertrud Firnkees & Hermann Gschwendtner, Mark Foster & John Seal, Alan Slaughter & Thomas McGrath sowie Helene Basler & Adrian Wepfer.

Aufführungen (u.a.) in Bern, Bielefeld, Darmstadt, Detmold, Hannover, Melbourne, München, San José/USA.

Rundfunkproduktionen liegen vor beim BR, RB und WDR                                                    

 „Den ersten Höhepunkt brachte die Uraufführung der Musik für Klavier und Schlaginstrumente 1966 von Martin Redel, dem jüngsten unter den Jungen. Ein vielseitiges, farbiges, gekonntes und vor allem einfallsreiches Stück, das der Begabung Redels das beste Zeugnis ausstellt“.
(Hessische Allgemeine)

 

12.10.1983 Ansbach

Für eine Konzertreise in der Besetzung Schlagzeug und Orgel bat mich der Ansbacher Kirchenmusikdirektor Rainer Goede um eine Komposition. Kurz zuvor hatte ich meinen TRAUMTANZ für Schlagzeug und Streichorchester komponiert und uraufgeführt, sodass es nahe lag, von derselben Komposition eine Fassung für Schlagzeug und Orgel zu erstellen. So entstand der TRAUMTANZ FÜR SCHLAGZEUG UND ORGEL op. 30a (1981/83), den ich dann gemeinsam mit Rainer Goede erstmals in Ansbach spielte.                     

Ebenso wie die Erstfassung des Werkes mit Kammerorchester wurde auch diese Version in den zurückliegenden Jahren sehr häufig gespielt und es liegt – neben einer WDR-Produktion mit Christian Collum und mir – auch eine CD-Produktion mit dem Duo Nils Grammerstorf & Beate Rux vor.

Aufführungen (u.a.)  in Adelaide, Bayreuth, Düsseldorf, Hamburg, Kiel, Köln, Legnica/PL, Lübeck, München, Nürnberg, Saarbrücken, Würzburg, Zürich…

Ich selbst spielte das Stück auch mit den Organisten Theo Brandmüller und Christian Collum. Weitere Interpretenduos:
Hermann Gschwendtner & Theo Brandmüller; Stanislaw Skoczynsky & Marietta Kruzel-Sosnowska; Markus Linke & Detlef Bratschke; Ryszard Pusz & Ashleigh Tobin; Flurina Pfister & Janine Lehmann; Markus Linke & Wolfgang Lüschen; Hartmut Noll & Matthias Krampe; Tobias Liebezeit & Odilo Klasen; Axel Fries & Johannes von Hoff; Babette Haag & Viktor Lukas;

„Martin Christoph Redel (…) schrieb einen ‚Traumtanz’ für Schlagzeug und Orgel, in welchem wiederum die Klangaffinitäten der beiden an sich so unterschiedlichen Instrumente herausgeholt werden: hohe Zimbeln mischen sich mit hohen Orgeltönen zu Beginn, und der Tanz der Töne senkt sich von Stufe zu Stufe herab, im Schlagzeug über hohes Xylophon zum Vibraphon und dann in die Fellinstrumente und die tiefen Gongs, um am Schluss in geschicktem Aufbau wieder auf einem Zimbelton in der Höhe auszuklingen.“ (Neue Zürcher Zeitung)

 

20.10.1970 Kassel

Im Auftrag des Oboisten Julien Singer entstanden 1970 die DIALOGE FÜR OBOE D’AMORE UND CEMBALO op. 12, die er gemeinsam mit dem Cembalisten Dieter Lometsch uraufführte.
Weitere Aufführungen in Berlin, Leipzig und München. Außer dem Duo Singer/Lometsch spielten die Duos Hans-Ulrich Kruth & Reinhart Vogel sowie Birgit Schmieder & Katharina Hanstedt.

“Dem Werk liegt eine Zwölftonreihe zugrunde, deren Material jedoch nicht im strengen Sinn Schönbergs behandelt wird. Die oft recht harten Klänge sind logisches Ergebnis einer konsequenten Behandlung des Materials. Das (innerlich) dreigeteilte Stück bringt einen Wechsel von Monologen und Dialogen beider Instrumente. Besonders ansprechend die (immer konzentrierte) Unbekümmertheit, mit der musiziert wird, ohne tierischen Ernst, dafür aber mit einem Humor, der bei den deutschen Komponisten Mangelware ist.” (Hessische Allgemeine) 

Eine Einspielung auf CD erfolgte 1996 in einer CD-Reihe der Hochschule für Musik Detmold durch Gernot Schmalfuß, Oboe d’amore und Waldemar Döling, Cembalo.

 

22.10.1971 Zweibrücken

Als die Flötistin Roswitha Staege, der Bariton Rudolf Piernay und der Gitarrist Wolfgang Lendle 1971/72 erfolgreich an der 15. „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ teilnahmen, fügte das Auswahlgremium diese drei Künstler zu einem Trio zusammen. Unterschiedliche Duobesetzungen sind hierbei sehr gut vorstellbar, was aber fehlte, waren Kompositionen für alle drei. So vergab der Deutsche Musikrat je einen Kompositionsauftrag an Günter Bialas und an mich, woraus sich mein EPILOG FÜR BASS-BARITON, FLÖTE UND GITARRE op. 15 (1971) auf Texte von Andreas Gryphius ergab.

In dieser Trioformation spielten die jungen Künstler zahlreiche Konzerte im gesamten Bundesgebiet, u.a. in Mannheim, München, Münster, Nürnberg…

Eine Rundfunkproduktion liegt beim BR (Studio Franken) vor.

„Besonders hörenswert ein ‚Epilog’ des jungen Komponisten Martin Christoph Redel(…). Die Singstimme erinnert an Hugo Wolfs späte Michelangelo-Sonette; Tonexperimente in den Instrumentalpartien verstärken den esoterischen Charakter dieses ‚Epilogs’“.
(
Nürnberger Nachrichten)

 

26.10.1996 Detmold

Im Jahre 1996 feierte die heutige Hochschule für Musik Detmold (frühere Nordwestdeutsche Musikakademie) ihr 50jähriges Bestehen. Da ich zu jenem Zeitpunkt Rektor der Hochschule war, nahm ich dies zum Anlass, eine Komposition zu schreiben, die zahlreiche Dozenten und Professoren zu einer Gemeinschaftsleistung zusammenführen sollte, weshalb ich das Werk TEAMWORK. Kammermusik für 17 Instrumentalisten“op. 47 nannte.

Unter meiner Leitung erklang das Werk erstmals mit den Damen und Herren
Michael Achilles, Flöte
Gernot Schmalfuß, Oboe
Frits Hauser, Klarinette
Helman Jung, Fagott
Michael Höltzel, Horn
Max Sommerhalder, Trompete
Heinz Fadle, Posaune
Michael Kleefoot, Tuba
Lukas David, Violine
Peter Stein, Violine
Tatjana Masurenko, Viola
Irene Güdel, Violoncello
Slvio Dalla Torre, Kontrabaß
Helga Storck, Harfe
Rainer Weber, Klavier
Waldemar Döling, Cembalo
Cornelia Monske, Schlagzeug.

Eine weitere Aufführung der Komposition erfolgte im November 1997 in Birmingham/UK statt. Das Thallein Ensemble spielte unter der Leitung von Andrew Downes.

 

25jähriges Uraufführungsjubiläum:
26.10.1992 München

Nachdem sowohl Silke-Thora Matthies als auch Christian Köhn meine Klavierstücke „Evolutionen“ und „Triade“ mehrfach aufgeführt hatten, baten sie mich um ein Stück für ihr Klavierduo. So entstand mein DUO CONCERTANTE FÜR KLAVIER ZU VIER HÄNDEN op. 43 (1991/92), welches die beiden Künstler in einem Sonderkonzertzyklus für Preisträger Internationaler Wettbewerbe im Münchner Herkulessaal erstmals spielten.

Weitere Aufführungen in Detmold, Osaka, Würzburg, Seoul

„Martin Christoph Redel widmete sein ‚Duo Concertante’ dem Klavierduo Matthies/Köhn, und es schien ihnen auf den Leib geschrieben zu sein. Kurze, sequenzartig sich steigernde Abschnitte mit prägnanten klanglichen Höhepunkten. Gegeneinander gesetzte Rhythmen und disparate Melodielinien, die erst einmal auseinander führen, um sich kämpferisch zu vereinigen, erst am Ende zu friedlicher Koexistenz finden.“ (Süddeutsche Zeitung)                                

 

21.10.2005 Paderborn

Auf Bitte der Flötistin Carin Levine schrieb ich im Jahr 2004 LIGHT. Phantasy for flute and percussion op. 57 (2004). Der Titel bezieht sich sowohl auf das Instrumentarium, welches nur Instrumente der hohen und höchsten Klangebenen benutzt. Dadurch bekommt die Komposition einen hellen, lichten Charakter. Auch die Form des Werkes ist eher “leicht”, indem sie eher fantasieartig frei als streng strukturiert ist. Wenige Grundelemente werden immer wieder anders gereiht.
Die Uaufführung spielten im Rahmen eines Konzertes des Ensemble Horizonte Cornelia Becken (Flöte) und Jens Brülls (Schlagzeug).

Weitere Aufführungen in Amsterdam, Avignon, Colorado Springs, Darmstadt, Detmold, Lemgo, Lübeck.
Interpreten waren Thomas Wormitt & Andrea Vigliocco; Zhao Peng & Grace Liang; Matsuhiro Nishio & Ferdinand Müller + Manuel Krötz; Paul Nagem & Peter Cooper; Anna Pajak & Andre Wittmann; Dante Montoya & Jens Brülls.

“Sehr behutsam lotet er die klanglichen Potenziale der Instrumente aus. (…) Durch den Einsatz definiert gestimmter Schlaginstrumente wie dem Vibraphon oder den antiken Zimbeln erhält die Schlagzeugstimme harmonie- und melodiebildenden Charakter. Das dreht sich auch wieder zurück und mit dieser Technik schafft Redel Takt für Takt immer aufs Neue faszinierende Klangbilder. (…) Nur selten möchte Redel Unruhe stiften. Wenngleich die Veränderungen in ‘Light’ zügig voranschreiten, ist grobe Hektik nicht zu vernehmen. Selbst die flinke, sich bis zum dreifachen Forte dynamisch aufschwingende Schlussführung schafft eher den Eindruck von Vorüberfliegendem.” (Das Orchester)

 

24.10.2016

Für das DEKALOG-Projekt der Guardini-Stiftung Berlin (http://www.guardini.de/guardini/front_content.php?idcat=123) schrieb ich in deren Auftrag eine Komposition, die sich mit dem achten der zehn Gebote auseinandersetzt (“Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten”):

“ZUNGENSCHLAG. Musik zum 8. Gebot für Bariton, Klarinette/Bassklarinette, Violoncello und Orgel op.84 (2015). Die Texte gehen auf die Bibel zurück. Allerdings wird auch das kurze Gedicht “Zungenschlag” von Irena Wachendorff einbezogen, welches der Komposition den doppelsinnigen Titel gibt.

Die Uraufführung fand in der Französischen Friedrichsstadtkirche zu Berlin mit folgenden Interpreten statt: Jörg Gottschick, Bariton; Matthias Badczong, Klarinette; Marika Gejrot, Violoncello; Lothar Knappe, Orgel