(Stand: 1. November 2018)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
herzlich Willkommen auf meiner Website, auf der Sie sich über Neuigkeiten und Aktivitäten aus meiner kompositorischen Arbeit informieren können.
Für Ihr Interesse danke ich Ihnen herzlich!


Durch Anklicken der farbig unterlegten Werktitel gelangen Sie zu einigen Notenbeispielen!

 

Neueres aus der „Werkstatt“ 2017/18:

„DISPUT“ für Horn und Klavier 0p.88 (2017). Spieldauer: 5 1/2′
Uraufgeführt am 11. Oktober 2018 in Berlin durch Lisa Erchinger, Horn und Ikuko Odai, Klavier

„WORTLOS SINGEND…“. Klanggedichte für Orchester op.75b (2012/17). Spieldauer: 35′

„BEKENNTNISSPLITTER“ für Sopran und Violoncello mit Gedichten von Irena Wachendorff op.89 (2017). Spieldauer: 5′
Uraufgeführt am 9. Juli 2017 in Berlin-Schöneberg durch Irene Kurka, Sopran und Burkart Zeller, Violoncello.

„BALLADE“ für Violine solo op.90 (2017). Spieldauer: 6′
Uraufgeführt am 8. Juli 2018 in Zepernick bei Berlin (Festival „Randspiele“) durch Susanne Zapf

„FERNE NÄHE“. Requiem für Streichorchester op.91 (2017/18) Spieldauer: 14′
Uraufgeführt am 13. September 2018 in Homburg/Saar durch das Stuttgarter Kammerorchester unter Leitung von Matthias Foremny

„WIND SKETCHES“. Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op.92 (2018). Spieldauer: 10′

 

Uraufführungen 2018:

B A L L A D E“ für Violine solo op.90 m(2017)
08. Juli  Zepernick, Sankt-Annen-Kirche (Festival „Randspiele“)

Susanne Zapf, Violine

„S T E R N E N K I N D E R“. Gesänge von Trauer und Hoffnung für Mezzosopran, Bariton, Sprecher,
4-8stimmig gemischten Chor, Knabenchor und Orchester op.75 (2012)
Texte (u.a.) von Claudius, Eichendorff, Goethe, Lenau, Logau, Rückert, Storm und Wachendorff             

13. Juli Konstanz, St. Stephan (Konstanzer Chorfestival)
Marie Seidler, Mezzosopran
Uwe Schenker-Primus, Bariton
Frank Lettenewitsch, Sprecher
Rottweiler Münstersängerknaben
Konstanzer Kammerchor
Vokalensemble Unisono
Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, Leitung Michael Auer

„Redels Musik der ‚Sternenkinder‘ ist hart: Perkussionsbetonte Orchesterklänge vom pp-Raunen bis zu ff-Schrei; frei- und atonale chorische Klangstrukturen, meist polyphon verarbeitet; klagende Partien der beiden Vokalsolisten (Marie Seidler, Mezzosopran; Uwe Schenker-Primus, Bariton) und des Sprechers Frank Lettenewitsch). Das Werk trauert, tröstet und versöhnt zugleich. Aus Gedichten von Eichendorff, Claudius, Fontane, Goethe, Logau, Uhland, Storm und Wachendorff hat Redel ein Werk geschaffen, das betroffen macht. (…) Dass dieses Werk so unter die Haut ging, verdankt es außer dem anwesenden Komponisten auch der Arbeit der Chorleiter Philipp Klahm, Johannes Heieck und des Gesantleiters Michael Auer“.
(Südkurier Konstanz, Reinhard Müller)

„F E R N E   N Ä H E“. Requiem für Streichorchester op.91 (2017/18)
13. September Homburg a.d. Saar (Kulturzentrum Saalbau)
Stuttgarter Kammerorchester, Leitung Matthias Foremny
Wiederholung am 14. September in Stuttgart (Liederhalle, Mozartsaal)

„D I S P U T“ für Horn und Klavier op.88 (2017)
11. Oktober Berlin (Krönungskutschersaal)
Lisa Erchinger, Horn; Ikuko Odai, Klavier

„N I R G E N D L A N D“. Sieben Lieder auf Gedichte von Mascha Kaléko für Mezzosopran und Klavier op.87 (2016)
09. November Hamburg, Tschaikowsky-Saal
Nicole Pieper, Mezzosopran; Olena Kushpler, Klavier

 

Neuerscheinungen 2018:

Falls nicht anders angegeben sind alle auf dieser Seite genannten Werke verlegt bei Boosey & Hawkes / Bote & Bock (Berlin)

„IM ANFANG“. Geistliche Musik für Mezzosopran, Flöte, Harfe und Orgel op.83 (2015)
Kompositionsauftrag der Stiftung St. Matthäus, Berlin
Uraufgeführt am 25. Dezember 2015  in der St. Matthäuskirche Berlin.
Heike Peetz, Mezzosopran
Klaus Schöpp, Flöte
Katharina Hanstedt, Harfe
Lothar Knappe, Orgel.
ISMN 979-0-2025-3455-7
ISBN 978-3-7931-4152-5 Im Anfang

Als Bearbeitung erschien:
„SECHS LYRISCHE STÜCKE“ von Edvard Grieg
für Klarinette und Klavier arrangiert von Martin Christoph Redel
1. Volksweise op.38/2
2. Elegie op.38/6
3. Vöglein op.43/4
4. Notturno op.54/4
5. Salon op. 65/4
6. Zug der Zwerge op.54/3.
„Uraufführung“ am 13. November 2017 in Winnenden (Schloss)
Wolfgang Meyer, Klarinette
Markus Hadulla, Klavier
ISMN 979-0-2025-3513-4
ISBN 978-3-7931-4210-2

„ZWISCHEN WUNDE UND SCHMERZ“.
Streichquartett III mit Sopran auf Texte von Najet Adouani op.86 (2016)
Uraufführung: 6. Oktober 2017 Hamburg (Miralles-Saal)
Frauke-Maria Thalacker, Sopran
Arsen Zorayan & Ivanna Ilina-Frolikov, Violine
Lucas Schwengebecher, Viola
Clovis Michon, Violoncello
ISMN 979-0-2025-3514-1
ISBN 978-3-7931-4211-9

 

 

Redel-Werke als Wettbewerbsrepertoire

Beim 10. Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ 2018 in Graz standen folgende Vokalkompositionen von mir in den Repertoirelisten:

  • ERTRÄUMT. Gesänge auf Texte von Irena Wachendorff für Mezzosopran/Alt und Klavier op.60 (2006) *
  • DREI ECKELS-LIEDER für Mezzosopran/Alt und Klavier op.72 (2011) *
  • NIRGENDLAND. Sieben Lieder auf Gedichte von Mascha Kaléko für Mezzosopran/Alt und Klavier op.87 (2016)
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Bass-Bariton und Klavier op.54 (2001) *
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Tenor und Klavier op.54 (2001) *

*  Diese Werke waren ebenfalls in der Liedrepertoireliste des Deutschen Musikwettbewerbs 2018 (9.-13. März, Augustinum Bonn) zu finden.


 

Klassische Kammermusikbesetzungen im Redel – Sound:

 

KLAVIERTRIOS

Trio  für Klavier, Violine und Violoncello (in einem Satz) op. 19 (1973) 10‘
Uraufführung: 7. November  1974 Münster (Detmolder Trio: Alan Speer, Klavier; Eva Dörnenburg, Violine; Ina Schlüter, Violoncello)

Schattenlinien. Fantasie für Violine, Violoncello und Klavier op. 53 (2000/2001)  16‘
Uraufführung: 16. Dezember 2001 Dortmund (Trio Jean Paul: Ulf Schneider, Violine; Martin Löhr, Violoncello; Eckart Heiligers, Klavier)  

STREICHQUARTETTE

 

Streichquartett I  op. 7 (1967)  15‘
Uraufführung: 19. Juli 1968 Detmold. (Heinrich Hörlein & Fenneken Franken, Violine; Adelheid Souchay, Viola; Walter Keller, Violoncello)

Streichquartett II op. 25 (1977) 17-18‘
Uraufführung: 6. August 1978 Hitzacker (Ensemble classique, Köln: Winfried Rüssmann & Koenraad Ellegiers, Violine; Hartmut Frank, Viola;
Claus Kühr, Violoncello)

Zueignung für Streichquartett op.73 (2011) #  4’15’’

Uraufführung:  15.September 2012 Weikersheim.
Lerchen-Quartett (Kathrin Scheungraber und Lisa Klotz, Violine; Hanna Breuer, Viola; Sophie Scheungraber, Violoncello)

Chiffren  einer „bergigen“ Tonfolge für Streichquartett (2013)
Uraufführung: 04. November 2013 Weikersheim
Aris Quartett (Anna Kahtarina Wildermuth und Noémi Zipperling, Violine; Caspar Vinzenz, Viola; Lukas Sieber, Violoncello)

„Zwischen Wunde und Schmerz“. Streichquartett III mit Sopran op.86 (2016)  15’
Texte: Najet Adouani
Uraufführung: 6. Oktober 2017 Hamburg (Miralles-Saal)
(Frauke-Maria Thalacker, Sopran; Arsen Zorayan & Ivanna Ilina-Frolikov, Violine; Lucas Schwengebecher, Viola; Clovis Michon, Violoncello)

 

QUINTETTE

Quintett für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello op. 38 (1988)  15-16‘
Uraufführung: 11. Dezember 1988 Berlin (Philharmonie). Scharoun Ensemble:
(Peter Geisler, Klarinette; Alessandro Cappone und Armin Brunner, Violine; Brett Dean, Viola; Richard Duven, Violoncello)

Espressioni für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 29 (1980)  19‘
Uraufführung: 14. März 1982 Kopenhagen (Hansjörg Schellenberger, Oboe; Karl Leister, Klarinette; Gerd Seifert, Horn;
Günter Piesk, Fagott; David Levine, Klavier)

Wind Sketches. Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op.92 (2018)   10’

IM RÜCKSPIEGEL

Uraufführungskalender des Monats

NOVEMBER

 

04.11.2013 Weikersheim (Schloss)

Zu Ehren von Klaus Berge entstand der kleine knapp 3 Minuten dauernde Streichquartettsatz CHIFFREN EINER „BERGIGEN“ TONFOLGE (2013). Die direkt und indirekt musikalisierbaren Buchstaben des Namens Berge (B-E-Re-G-E) bilden die Grundlage einer sich immer weiter steigernden Metamorphose besagter Tonfolge.
Die ersten Interpreten dieser Miniatur waren die Mitglieder des Aris Quartetts: Anna Kahtarina Wildermuth & Noémi Zipperling, Violine; Caspar Vinzenz, Viola; Lukas Sieber, Violoncello.                      

 

05.11.1990 Detmold

Während der Endzeit meiner Kompositionsstudien in Detmold – inzwischen war ich nach dem Weggang Rudolf Kelterborns bei dem Komponisten Johannes Driessler eingeschrieben – komponierte ich die METAMORPHOSEN FÜR ZWEI KLAVIERE op. 11 (1969), die erst nach 21 Jahren ihre öffentliche Uraufführung durch das Klavierduo Silke-Thora Matthies & Christian Köhn erfuhr.

Diese Metamorphosen dürften vielleicht eine meiner konstruktivsten Arbeiten überhaupt sein, indem ein spontan hingeworfener Gedanke weniger Takte dann von mir strukturell analysiert wurde, und die sich aus dieser Analyse ergebenden Zahlenkombinationen maßgebend für den weiteren kompositorischen Verlauf waren. Auch in harmonischer Hinsicht wird versucht, Begrifflichkeiten wie Totalchromatik, Pentatonik sowie Dur & Moll hörbar in Erscheinung treten zu lassen.                                               

 

07.11.1974 Münster

Ebenfalls noch aus der Detmolder Studienzeit stammte die Verbindung zum (damaligen) „Detmolder Trio“, bestehend aus Alan Speer, Klavier; Eva Dörnenburg, Violine; Ina Schlüter, Violoncello. Dieses Ensemble spielte die Uraufführung von meinem TRIO FÜR KLAVIER, VIOLINE UND VIOLONCELLO (in einem Satz) op. 19 (1973), meinem 1. Klaviertrio. (2000/01 entstand das 2. Klaviertrio SCHATTENLINIEN).                             
Weitere Aufführungen in Frankfurt und Dublin (Jane O’Leary, Klavier; Alan Smale, Violine; Brighid Mooney, Violoncello).

Rundfunkproduktion beim WDR mit dem „Detmolder Trio“ 

„Ein einfallsreiches Werk mit manchen feinen klanglichen Wirkungen.“
(Westfälische Nachrichten, Münster)

 

08.11.1978 Detmold

Meine SZENEN für Flöte und Kammerorchester op. 26a (1978) sind meinem großen Vorbild Witold Lutoslawski zum 65. Geburtstag gewidmet. Dies drückt sich darin aus, dass im Mittelteil der fünfsätzigen Komposition motivische Anklänge an den Beginn von Lutoslawskis Streichquartett hörbar werden. Die Komposition wurde in ihrer Erstfassung für Flöte und Klavier 1978 von der Gaudeamus-Musikwoche in Amsterdam ausgewählt und von Ingrid Deij & Niek de Vente daselbst uraufgeführt.                                                                        ‘

Für ein Konzert des Kammerorchester Tibor Varga (heute: Detmolder Kammerorchester) erstellte ich 1978 eine Version für Flöte und Kammerorchester (1 Ob., 1 Hrn., Klavier, Schlagzeug, Streicher), die durch Karlheinz Zöller und das Kammerorchester Tibor Varga unter meiner Leitung uraufgeführt wurde. 

„Das Werk ist sehr stark auf das Phänomen des Klanges gestellt, der eine deutliche Priorität der Form gegenüber besitzt, nutzt die vielfältigen Möglichkeiten kontrastreich und effektvoll aus und überzeugt in der Durchdachtheit der Anlage u.a. durch eine von Zöller meisterhaft realisierte Kadenz, die man auch ‚Invention über Anblastechniken’ nennen könnte und ein raffiniert kaschiertes, eine Art von klanglicher Polyphonie suggerierendes und erst ganz am Schluss von diesem Prinzip leicht abweichendes Unisono, das den wirkungsvollen Schlusssatz bildet.“
(Lippische Rundschau)

 

08.11.2009 Rheda-Wiedenbrück

Im Auftrag des Frauen-Vokalensembles „Canta Filia“ entstand im Jahre 2008 „SCHATTENMOND“. – Endzeitgesänge auf Gedichte von Irena Wachendorff und Textfragmente der Sophie Scholl für 8 Frauenstimmen oder Frauenchor (4 Soprane, 4 Altstimmen) op.65 (2008).
Eine Folge von sowohl verzweifelten als auch hoffenden Anrufungen, die sich – den baldigen, zu frühen Tod im Blick – gleichermaßen mit irdischen wie himmlischen Mächten auseinandersetzen.
Die kompositorischen Mittel reichen daher auch von scharf dissonanten Klängen und Clusters hin bis zur Tonalität und schließen dabei verdeutlichende und unterstreichende Klang- und Geräuscheffekte mit ein.

Weitere Aufführungen durch „Canta Filia“ in Bielefeld, Detmold, Schloss Gehrden, sowie durch das Berliner Frauen Vokalensemble unter der Leitung von Lothar Knappe in Berlin und Dannenwalde.

Die Komposition wurde von „Canta Filia“ auch für eine CD produziert, die beziehbar ist über https://cantafilia.wordpress.com/einspielungen/

„Redel hat aus zwölf Texten beider Autorinnen einen Zyklus gefügt, der die aphoristische Kürze der Wachendorff-Texte zu vielstimmig schillernden Klangstelen des Gedenkens verwandelte. Wie etwa in ‚Ummauert’ die engmaschigen Akkorde geschichtet wurden, deutete das Gedicht in klaustrophobischer Dringlichkeit aus.“
(Die Glocke, Rheda-Wiedenbrück)
 

„Von hoffnungsvoll bis verzweifelt. Diese emotionalen Stimmungswechsel hat Redel musikalisch intensiviert, Sprech- und Flüsterparts sowie perkussive Effekte eingebaut. Mal melodisch engräumig, dann wieder beängstigend euphorisch, wie etwa Sophie Scholl kurz vor ihrer Hinrichtung, als sie schrieb: ‚So ein herrlicher, sonniger Tag und ich muss gehen.’“
(Neue Westfälische)

 

10.11.1971 Winterthur

Ebenfalls noch während meiner Studienzeit bei Rudolf Kelterborn schrieb ich die KAMMERSINFONIE I für Streicher in zwei Sätzen op. 9 (1967/68). Nach seinem Wechsel von der Detmolder an die Zürcher Hochschule nahm er meine Schülerkomposition in ein Konzertprogramm des Musikkollegiums Winterthur auf.

„Mit zwanzig Jahren geschrieben, bezeugt dieses einfallsreiche Stück vor allem zweierlei: Erstens eine üppige, keinen Augenblick um Ideen verlegene Phantasie, die zweifellos echt schöpferische Züge trägt, und zweitens die Spiel- und Experimentierlust des jungen Menschen, für den Spielereien mit dem Tonmaterial streckenweise noch Selbstzweck sein mögen. Der Dodekaphonie, die dem Werk zugrunde liegt, hat Redel freilich ganz beträchtliche Stimmungsgehalte und Ausdruckswerte mitzugeben gewusst, und sie sind es, die über das Konstruktive dieser Musik hinaus doch eine ganze Reihe von packenden und gar betörenden Momenten schaffen.“
(Weinländer Tagblatt)                                   

Rundfunkproduktionen liegen  vor bei

  • Radio DRS Bern (Kammerensemble Bern, Leitung Rudolf Kelterborn)
  • Radio Bremen (Studio-Orchester Hannover, Leitung Klaus Bernbacher)

 

11.11.2012 Gütersloh

Für eine Konzertreihe mit anschließender CD-Produktion vergab das “Duo Imaginaire” (John Corbett, Klarinette & Simone Seiler, Harfe) mit Mitteln des Theaters Gütersloh und der LWL-Kulturstiftung eine Reihe von Kompositionsaufträgen an Komponisten aus Westfalen. So entstand ARPARINETTO – TRE PEZZI PER CLARINETTO ED ARPA op.71 (2011). Der Titel ist eine Verknüpfung aus den Instrumentennamen „Arpa“ und „Clarinetto“. Das sich daraus ergebende Wort „Arparinetto“ hat für mich etwas von Verspieltheit und Bewegung, was dem Charakter des Werkes durchaus angemessen ist. Denn die beiden Ecksätze „Mobile“ und „Moto perpetuo“ sind durch lockere Beweglichkeit und Schwung gekennzeichnet , wohingegen im Mittelsatz „Fantasia“ den klangfarblichen und melodisch-linearen Präsentationsmöglichkeiten der Instrumente Raum gegeben wird.

Weitere Aufführungen in Essen, Hagen, Köln und Leichlingen.

Unter dem Titel „Quinär“ erschien eine CD beim Label TYXart (TXA 13035) des Duo Imaginaire, auf der auch„ARPARINETTO“ zu hören ist.

 

10.11.2017 Berlin

Die SILHOUETTEN für Akkordeonensemble oder –orchester entstanden auf Anregung des Jetelina-Musikverlages, der die Komposition dann auch veröffentlichte.

Die Uraufführung erfolgte durch das LandesJugendAkkordeonOrchester Nordrhein-Westfalen unter der Leitung von Stefan Hippe.

 

13.11.1973 Cambridge/Mass. (USA)

Nach Abschluss meiner Studien bei Isang Yun an der Musikhochschule Hannover wollte ich ein Stück schreiben, in welchem die Erkenntnisse meiner Studien bei Yun hörbar umgesetzt werden. So entstand DISPERSION FÜR KAMMERENSEMBLE op. 16 (1972) in der Besetzung von vier unterschiedlichen Klanggruppen:
a) Flöte/Oboe/Klarinette,
b) Violine/Viola/Violoncello,
c) Klavier/Cembalo/Schreibmaschine und
d) Schlagzeug (1 Spieler).

Diese vier Gruppen sollten bei einer Aufführung möglichst weit von einander getrennt positioniert sein. Richard Pittman, der Leiter des Ensemble The Boston Musica Viva entdeckte meine Partitur beim Verlag Bote & Bock und entschied sich zur Uraufführung. 

Weitere Aufführungen erfolgten in South Lancaster/Mass. (USA), Hagen/Westfalen und Detmold. In Hagen spielten Mitglieder des Philharmonischen Orchesters unter der Leitung von Reinhard Schwarz und Mathias Weigmann, in Detmold das Ensemble Horizonte unter der Leitung des Komponisten.

Rundfunkaufnahmen liegen vor bei Radio Bremen (Dirigent Klaus Bernbacher) und dem WDR (Dirigent Martin Christoph Redel).

   

13.11.2017 Winnenden (Schloß)

Für den Klarinettisten Wolfgang Meyer bearbeitete ich im Jahr 2016 sechs von Edvard Griegs „Lyrischen Stücken“ für Klarinette und Klavier:

Volksweise / Elegie / Vöglein / Notturno / Salon / Zug der Zwerge.

Dieses Arrangement spielten erstmals Wolfgang Meyer, Klarinette und Markus Hadulla, Klavier.

Über diese Bearbeitung schrieb der Direktor der Edvard-Grieg-Forschungsstelle an der Universität Leipzig, Prof. Dr. Patrick Dinslage:
„Martin Christoph Redel ist es gelungen, in der Kontrastierung von Klarinette und Klavier den sechs Stücken eine neue Klanglichkeit zu verleihen und sie durch das besondere Timbre der Klarinette zu ausgesprochen reizvollen und bezaubernden musikalischen Miniaturen zu machen.“

 

14.11.1993 München

Für ein Konzert im Carl-Orff-Saal im Münchner Gasteig bat mich die Pianistin Babette Hierholzer um ein kurzes Stück, nachdem wir uns einige Zeit davor bei einem Philharmonischen Konzert in Bielefeld kennen gelernt hatten, in welchem sie ein Mozart-Klavierkonzert und ich meinen TRAUMTANZ spielte. So kam es zu der TOCCATA FÜR KLAVIER op. 45 (1992).
Weitere Aufführungen folgten in Bielefeld, Detmold, Dresden, Osaka, Sinsheim durch Enikö Bors, David Klein, Junko Tomioka und Rainer Klaas.                       

 

26.11.1984 Braunschweig

Nachdem der Pianist David Levine (†) meine ESPRESSIONI mehrfach mit den Solobläsern der Berliner Philharmoniker aufgeführt hatte, schrieb ich mit Blick auf ihn die TRIADE für Klavier op. 34 (1984), die er dann bei den Tagen Neuer Kammermusik Braunschweig erstmals spielte.
Der Titel bezieht sich auf die Dreisätzigkeit des Werkes, deren innere Beziehungen durch äußerst ähnlichen Anfangstakte eines jeden Satzes signalisiert werden.

Weitere Interpreten des Werkes waren Christian Köhn, Michiko Tsuda, Makiko Takeda-Herms, Stephan Imorde, Piotr Morawicz, Marcus Milner, Manfred Reuthe, Falko Steinbach, Gertrud Firnkees, Koji Okamoto, Jimin Lee, Akiko Morimitsu, Stefan Lindemann 

Aufführungsorte (u.a.) Albuquerque, Berlin, Biel, Bremen, Celle, Detmold, Freiburg, Halle, Hamburg, Krefeld, Landau, Lemgo, Lodz, Mannheim, Mainz, Montepulciano/, München, Nibbiano/It., Osaka, Pingtung/Taiwan, Pittsburgh, Stuttgart, Siegen, Taegu/Korea, Taipai, Trier, Wien.

Rundfunkaufnahmen beim BR (Christian Köhn) und WDR (Falko Steinbach)

„Martin Christoph Redel kommt seitenweise mit Viertel, Achtel und halber Note aus; der Kult übergebundener Quintolen, gegen Triolen gesetzt, ist dahin. Selten sieht man einen Autor so in den Noten vor sich: Redel, schlank hochgewachsen, drahtig beweglich, flott und geisteshell, schreibt einen außerordentlich durchsichtigen Klaviersatz. Kein Gewebe und Klangnebel, jazzige Prägnanz. Merkbare Melodik aus wenigen Tönen wird nicht mehr durch zwölftönige Klangkomplettierung neutralisiert. Drei Sätze in rasanten Tempi. Fesselnd finde ich die Idee der Satzverknüpfungen. Der Anfang des dritten Satzes ist vom zweiten her im Ohr, die Melodie zweier halbtonverknüpfter Tritoni kommt einem wie ein guter Freund daher, – man findet sie immer wieder anders eingesetzt in allen drei Sätzen. Lebendige frische Musik, die ankommt und dieses nicht durch Anbiederung erkauft.“ (Diether de la Motte)

 

27.11.2008 Detmold

Das SONNET POUR CORNET. Fanfare für Cornet à pistons (oder Trompete) op.63 (2007) wurde beim 6° Concorso Internazionale di Composizione „Romualdo Marenco“ in der Kategorie Composizione per Tromba solo mit der <menzione speciale> ausgezeichnet.

Die erste öffentliche Darbietung spielte Philipp Hutter.

Weitere Aufführung durch Ulf Marcus Behrens beim Festival „intersonanzen“ in Potsdam.