(Stand: 1. Januar 2019)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
herzlich Willkommen auf meiner Website, auf der Sie sich über Neuigkeiten und Aktivitäten aus meiner kompositorischen Arbeit informieren können.
Für Ihr Interesse danke ich Ihnen herzlich!


Durch Anklicken der farbig unterlegten Werktitel gelangen Sie zu einigen Notenbeispielen!

 

Neueres aus der „Werkstatt“ 2017/18:

„DISPUT“ für Horn und Klavier 0p.88 (2017). Spieldauer: 5 1/2′
Uraufgeführt am 11. Oktober 2018 in Berlin durch Lisa Erchinger, Horn und Ikuko Odai, Klavier

„WORTLOS SINGEND…“. Klanggedichte für Orchester op.75b (2012/17). Spieldauer: 35′

„BEKENNTNISSPLITTER“ für Sopran und Violoncello mit Gedichten von Irena Wachendorff op.89 (2017). Spieldauer: 5′
Uraufgeführt am 9. Juli 2017 in Berlin-Schöneberg durch Irene Kurka, Sopran und Burkart Zeller, Violoncello.

„BALLADE“ für Violine solo op.90 (2017). Spieldauer: 6′
Uraufgeführt am 8. Juli 2018 in Zepernick bei Berlin (Festival „Randspiele“) durch Susanne Zapf

„FERNE NÄHE“. Requiem für Streichorchester op.91 (2017/18) Spieldauer: 14′
Uraufgeführt am 13. September 2018 in Homburg/Saar durch das Stuttgarter Kammerorchester unter Leitung von Matthias Foremny

„WIND SKETCHES“. Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op.92 (2018). Spieldauer: 10′

 

Uraufführungen 2018:

B A L L A D E“ für Violine solo op.90 (2017)
08. Juli  Zepernick, Sankt-Annen-Kirche (Festival „Randspiele“)

Susanne Zapf, Violine

„S T E R N E N K I N D E R“. Gesänge von Trauer und Hoffnung für Mezzosopran, Bariton, Sprecher,
4-8stimmig gemischten Chor, Knabenchor und Orchester op.75 (2012)
Texte (u.a.) von Claudius, Eichendorff, Goethe, Lenau, Logau, Rückert, Storm und Wachendorff             

13. Juli Konstanz, St. Stephan (Konstanzer Chorfestival)
Marie Seidler, Mezzosopran
Uwe Schenker-Primus, Bariton
Frank Lettenewitsch, Sprecher
Rottweiler Münstersängerknaben
Konstanzer Kammerchor
Vokalensemble Unisono
Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, Leitung Michael Auer

„Redels Musik der ‚Sternenkinder‘ ist hart: Perkussionsbetonte Orchesterklänge vom pp-Raunen bis zu ff-Schrei; frei- und atonale chorische Klangstrukturen, meist polyphon verarbeitet; klagende Partien der beiden Vokalsolisten (Marie Seidler, Mezzosopran; Uwe Schenker-Primus, Bariton) und des Sprechers Frank Lettenewitsch). Das Werk trauert, tröstet und versöhnt zugleich. Aus Gedichten von Eichendorff, Claudius, Fontane, Goethe, Logau, Uhland, Storm und Wachendorff hat Redel ein Werk geschaffen, das betroffen macht. (…) Dass dieses Werk so unter die Haut ging, verdankt es außer dem anwesenden Komponisten auch der Arbeit der Chorleiter Philipp Klahm, Johannes Heieck und des Gesantleiters Michael Auer“.
(Südkurier Konstanz, Reinhard Müller)

„F E R N E   N Ä H E“. Requiem für Streichorchester op.91 (2017/18)
13. September Homburg a.d. Saar (Kulturzentrum Saalbau)
Stuttgarter Kammerorchester, Leitung Matthias Foremny
Wiederholung am 14. September in Stuttgart (Liederhalle, Mozartsaal)

„D I S P U T“ für Horn und Klavier op.88 (2017)
11. Oktober Berlin (Krönungskutschersaal)
Lisa Erchinger, Horn; Ikuko Odai, Klavier

„N I R G E N D L A N D“. Sieben Lieder auf Gedichte von Mascha Kaléko für Mezzosopran und Klavier op.87 (2016)
09. November Hamburg, Tschaikowsky-Saal
Nicole Pieper, Mezzosopran; Olena Kushpler, Klavier

 

Neuerscheinungen 2018:

Falls nicht anders angegeben sind alle auf dieser Seite genannten Werke verlegt bei Boosey & Hawkes / Bote & Bock (Berlin)

„IM ANFANG“. Geistliche Musik für Mezzosopran, Flöte, Harfe und Orgel op.83 (2015)
Kompositionsauftrag der Stiftung St. Matthäus, Berlin
Uraufgeführt am 25. Dezember 2015  in der St. Matthäuskirche Berlin.
Heike Peetz, Mezzosopran
Klaus Schöpp, Flöte
Katharina Hanstedt, Harfe
Lothar Knappe, Orgel.
ISMN 979-0-2025-3455-7
ISBN 978-3-7931-4152-5 Im Anfang

Als Bearbeitung erschien:
„SECHS LYRISCHE STÜCKE“ von Edvard Grieg
für Klarinette und Klavier arrangiert von Martin Christoph Redel
1. Volksweise op.38/2
2. Elegie op.38/6
3. Vöglein op.43/4
4. Notturno op.54/4
5. Salon op. 65/4
6. Zug der Zwerge op.54/3.
„Uraufführung“ am 13. November 2017 in Winnenden (Schloss)
Wolfgang Meyer, Klarinette
Markus Hadulla, Klavier
ISMN 979-0-2025-3513-4
ISBN 978-3-7931-4210-2

„ZWISCHEN WUNDE UND SCHMERZ“.
Streichquartett III mit Sopran auf Texte von Najet Adouani op.86 (2016)
Uraufführung: 6. Oktober 2017 Hamburg (Miralles-Saal)
Frauke-Maria Thalacker, Sopran
Arsen Zorayan & Ivanna Ilina-Frolikov, Violine
Lucas Schwengebecher, Viola
Clovis Michon, Violoncello
ISMN 979-0-2025-3514-1
ISBN 978-3-7931-4211-9

 

 

Redel-Werke als Wettbewerbsrepertoire 2018

Beim 10. Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ 2018 in Graz standen folgende Vokalkompositionen von mir in den Repertoirelisten:

  • ERTRÄUMT. Gesänge auf Texte von Irena Wachendorff für Mezzosopran/Alt und Klavier op.60 (2006) *
  • DREI ECKELS-LIEDER für Mezzosopran/Alt und Klavier op.72 (2011) *
  • NIRGENDLAND. Sieben Lieder auf Gedichte von Mascha Kaléko für Mezzosopran/Alt und Klavier op.87 (2016)
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Bass-Bariton und Klavier op.54 (2001) *
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Tenor und Klavier op.54 (2001) *

*  Diese Werke waren ebenfalls in der Liedrepertoireliste des Deutschen Musikwettbewerbs 2018 (9.-13. März, Augustinum Bonn) zu finden.


 

Klassische Kammermusikbesetzungen im Redel – Sound:

 

KLAVIERTRIOS

Trio  für Klavier, Violine und Violoncello (in einem Satz) op. 19 (1973) 10‘
Uraufführung: 7. November  1974 Münster (Detmolder Trio: Alan Speer, Klavier; Eva Dörnenburg, Violine; Ina Schlüter, Violoncello)

Schattenlinien. Fantasie für Violine, Violoncello und Klavier op. 53 (2000/2001)  16‘
Uraufführung: 16. Dezember 2001 Dortmund (Trio Jean Paul: Ulf Schneider, Violine; Martin Löhr, Violoncello; Eckart Heiligers, Klavier)  

STREICHQUARTETTE

Streichquartett I  op. 7 (1967)  15‘
Uraufführung: 19. Juli 1968 Detmold. (Heinrich Hörlein & Fenneken Franken, Violine; Adelheid Souchay, Viola; Walter Keller, Violoncello)

Streichquartett II op. 25 (1977) 17-18‘
Uraufführung: 6. August 1978 Hitzacker (Ensemble classique, Köln: Winfried Rüssmann & Koenraad Ellegiers, Violine; Hartmut Frank, Viola;
Claus Kühr, Violoncello)

Zueignung für Streichquartett op.73 (2011) #  4’15’’

Uraufführung:  15.September 2012 Weikersheim.
Lerchen-Quartett (Kathrin Scheungraber und Lisa Klotz, Violine; Hanna Breuer, Viola; Sophie Scheungraber, Violoncello)

Chiffren  einer „bergigen“ Tonfolge für Streichquartett (2013)
Uraufführung: 04. November 2013 Weikersheim
Aris Quartett (Anna Kahtarina Wildermuth und Noémi Zipperling, Violine; Caspar Vinzenz, Viola; Lukas Sieber, Violoncello)

„Zwischen Wunde und Schmerz“. Streichquartett III mit Sopran op.86 (2016)  15’
Texte: Najet Adouani
Uraufführung: 6. Oktober 2017 Hamburg (Miralles-Saal)
(Frauke-Maria Thalacker, Sopran; Arsen Zorayan & Ivanna Ilina-Frolikov, Violine; Lucas Schwengebecher, Viola; Clovis Michon, Violoncello)

 

QUINTETTE

Quintett für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello op. 38 (1988)  15-16‘
Uraufführung: 11. Dezember 1988 Berlin (Philharmonie). Scharoun Ensemble:
(Peter Geisler, Klarinette; Alessandro Cappone und Armin Brunner, Violine; Brett Dean, Viola; Richard Duven, Violoncello)

Espressioni für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 29 (1980)  19‘
Uraufführung: 14. März 1982 Kopenhagen (Hansjörg Schellenberger, Oboe; Karl Leister, Klarinette; Gerd Seifert, Horn;
Günter Piesk, Fagott; David Levine, Klavier)

Wind Sketches. Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op.92 (2018)   10’

IM RÜCKSPIEGEL

Uraufführungskalender des Monats

JANUAR

 

13.01.1975 Bremen

Im Auftrag der Philharmonischen Gesellschaft Bremen und für den Dirigenten Hermann Michael schrieb ich 1974 die KONFRONTATIONEN FÜR GROSSES ORCHESTER op. 20, die das Philharmonische Staatsorchester Bremen unter der Leitung des Widmungsträgers uraufführte.

Weitere Aufführungen erfolgten in Bad Oeynhausen, Bielefeld, Bremerhaven, Goch, Hagen, Hamm, Heidelberg, Kopenhagen, Krefeld, Mannheim, Mönchengladbach, Münster, Trier und Wilhelmshaven, mit den Dirigenten Matthias Aeschbacher, Fred Buttkewitz,  Lutz Herbig, Anton Marik, Reinhard Schwarz, Horst Stein, Martin Stephani und Alfred Walter.

Hermann Michael spielte die Komposition mit dem Radio-Sinfonieorchester Basel für das Schweizer Radio DRS sowie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für den BR ein. Auf einer Langspielplatte der Firma DA Camera spielt das Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen unter Martin Stephani.

 

„In den ‚Gegenüberstellungen’ von fünf Grundgedanken wird das kompositorische Material entwickelt, verarbeitet und durch verschiedene Verflechtungen abwechslungsreich gestaltet. Inmitten eruptiver Ballungen und rhythmischer Kraftfelder entfalten sich fächerartig geheimnisvoll schwebende Perioden, die wie magische Klangbilder wirken und zuletzt in einen schmerzlichen Epilog münden, der nach intermediärem Aufwallen in zarter Verhaltenheit auf dem tiefen Zentralton Fis verweht.“
(Weser Kurier, Bremen) 

„Der schrille Affront, die perkussionistische Polyphonie und die Berührung von Melodie und Harmonie, das sind bei Redel nicht Zutaten aus dem Handbuch der Avantgarde, kein Verschnitt einer beliebigen Collage, sondern Klang- und Bewegungserlebnisse, die zu Verarbeitung und Rechenschaft drängen. Redels ‚Konfrontationen’ – und das mag ein Licht auf die Dialektik dieses Werkes werfen – haben etwas Ausgleichendes. Auch diese Tendenz zu einer Ästhetik des spannungsvollen Gleichgewichts war in der glaubwürdigen Wiedergabe Horst Steins berücksichtigt.“
(Rhein-Neckar Zeitung)                                         

15.01.2000 Detmold

Die kleine MINI – OUVERTURE for 11 brass players op. 51 entstand ursprünglich für einen Festakt der Landesregierung NRW. Leider erklang sie dann bei dieser Gelegenheit doch nicht, sondern wurde stattdessen im Januar 2000 im Neujahrskonzert der Hochschule für Musik Detmold von Studierenden dieses Hauses unter der Leitung von Karl-Heinz Bloemeke uraufgeführt.

Weitere Aufführungen erfolgten in Essen (Junge Deutsche BlechbläserSolisten unter der Leitung von Walter Hilgers) und – 2011 erneut – in der Detmolder Musikhochschule durch hfmBRASS unter der Leitung von Norbert Stertz sowie – 2017 – im Neujahrskonzert des Landestheaters Detmold unter der Leitung von GMD Lutz Rademacher.
                                                     

16.01.1966 Kassel

Als eine meiner ersten Kompositionen in der Studienzeit bei Rudolf Kelterborn entstanden 1965 die VIER STÜCKE FÜR KLAVIER op. 2. Kelterborn hatte mir für jedes der kleinen Stücke eine spezielle kompositorische Aufgabe erteilt. So arbeitet das erste bezüglich der linken Hand ausschließlich mit 6 fixierten Tönen, die auch nur in ein und derselben Lage auftreten dürfen, während die rechte Hand sowohl bezüglich des Tonmaterials als auch der Register völlig frei gestaltet werden kann. Das zweite Stück ist mit zwölftönigen Akkordkomplexen gearbeitet und entwickelt sich von einem eruptiv-aggressiven Beginn allmählich in eine ruhig-feierliche Klangsphäre etc. etc. etc.

Die Uraufführung, die Dorothy Rowse in Kassel spielte war die erste wirklich öffentliche, außerhalb der Hochschule stattfindende Aufführung, nachdem Werner Genuit die Vier Stücke im November 1965 bereits in einem hochschulinternen „Übungsabend“ vorgetragen hatte.

Weitere Aufführungen erfolgten in Bogotá, Detmold, Montevideo, Santiago/Chile, Würzburg.

Interpreten waren Heidi Kommerell, Kazuma Sasase, Ju Youn Park.

Rundfunkeinspielungen bei RB, SFB und WDR durch Hans Priegnitz und Wilfried Kassebaum.

„Seine ‚Vier Stücke für Klavier“ sind musikalisch so gekonnt, der Form nach so eigen und in ihrem Gefühlswert so stark, dass der Rezensent versucht ist, ihnen das Prädikat ‚frühreif’ zuzuerkennen.“
(Nordhessische Zeitung)
                                                                         

 

24.01.2013 Ratingen

Für den 14. Internationalen Flötenwettbewerb „Friedrich Kuhlau“ in Uelzen schrieb ich 2010 den FEUERTANZ FÜR ZWEI FLÖTEN UND KLAVIER op.69. Da das Werk allerdings als Pflichtstück der dritten Runde des Wettbewerbs eingesetzt war und beim Wettbewerb des Jahres 2011 kein Ensemble dieser Besetzung die dritte Runde erreichte, blieb eine Uraufführung in diesem Rahmen aus.

Diese fand dann durch die Studierenden der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf  Marie-Luise Kerkau und Ingo Koch sowie die Pianistin Akiko Siegfridsson in Ratingen statt.

Weitere Aufführung in Düsseldorf, Wien, Brda/Slovenien, Brüssel sowie – mehrmals im Jahre 2017 beim 17. Kuhlau-Wettbewerb in Uelzen durch folgende Ensembles statt:
Anna-Denise Rheinländer / Konny Chen / Alvyda Zdaneviciute (Deutschland/Lettland)
Eriko Muramoto / Moe Mihara / Ichigo Narahara (Japan)
Aoi Nishimura / Pei-San Hsieh / Mari Shibuta (Japan/Taiwan)
Teimura Kharshiladze / Luca Lavuri / Marlies Rauchöcker (Georgien / Italien / Österreich)
„Trio Metamorfoze“: Zane Jurevica / Liene Dobicina / Zane Rubesa (Lettland)

„Für alle Spieler ist es eine Herausforderung, und gleichzeitig können  ie ihr gesamtes Können wirkungsvoll zeigen: Virtuosität im herkömmlichen Sinne, gestalterische Poesie in den lyrischen Teilen, Umgang mit neuen Spieltechniken. (…) Bei diesem Werk handelt es sich – auch seiner 8 Minuten Dauer wegen – um ein ideales Wettbewerbsstück mit großer Wirkung. ‚Feuertanz’: das ist ein guter und sehr passender Titel, es knistert, splittert, sprüht Funken, und kann auch verhalten schwelen. (…) Der ‚Feuertanz’ ist  aber mehr als ein Virtuosenstück: In seiner kompositorischen Dichte und Stringenz ist er auch wahrhaft virtuos komponiert. (…) Wie sich alle Teile in diesem Werk mehr und mehr durchdringen, so zeigt sich Martin Christoph Redels Meisterschaft in der (scheinbar) mühelosen Durchdringung raffinierter Satztechniken im Dienste einer musikalischen Idee.
(Frank Michael in TIBIA)

 

25.01.2012 Detmold

Anlässlich des 65. Geburtstages des langjährigen und erfolgreichen Gesangsprofessors Heiner Eckels (zu seinen Schülerinnen gehören u.a. Ingeborg Danz und Gerhild Romberger!) entstanden die DREI  ECKELS-LIEDER für Mezzosopran und Klavier op.72 (2011).

Die Texte stammen von Heiner Eckels selbst, der mit großer Leidenschaft auch Lyrik verfasst. Die Uraufführung erfolgte in einem “Geburtstagskonzert” durch seine Schülerin Julia Spies und den Liedbegleiter Markus Gotthardt.

 

26.01.1998 Detmold

Das Klarinettensolo LA SOLITUDE DU PIERROT op. 48 entstand im Sommer 1996. Sebastian Theile (†) – damals noch Studierender der Detmolder Musikhochschule – spielte die Uraufführung im Rahmen seiner „Künstlerischen Reifeprüfung“.

Weitere Aufführungen in Bandol (F), Bottrop, Darmstadt, Detmold, Dresden, Lübeck, Mönchengladbach, Niestetal-Sandershausen, Recklinghausen, Weimar mit den Interpreten Zilvinas Brasauskas, Holger Busboom, André Ehrlich, Jean-Marc Fessard, Thomas Richter (Bassklarinette!), Michael Schmidt, Jan Seifert, Yuka Takashi, Michael Wolf.  

„Ein sehr gutes Stück, was an den Klarinettisten musikalisch, technisch und rhythmisch hohe Anforderungen stellt. Gute bläserische Kondition erforderlich! Eine Komposition, die eine echte Bereicherung für die Klarinetten-Sololiteratur ist.“
(Frank Klüger- nmz) 

„Eine große Septime mit eingeschriebener Quarte bzw. Tritonus und ein Mollskalenausschnitt, das ist das gesangliche Kernmotiv, aus dem Martin Christoph Redel ein spannendes 10-minütiges Klarinettensolo zaubert. 10 Minuten Bläsersolo ist nicht nur für den Klarinettisten eine Herausforderung, sondern auch für den Komponisten. ‚La solitude du Pierrot’: eine musikalische Meditation, melancholisch angehaucht, wechselt mit übermütigen tänzerischen Kapriolen. Einer Art Introduktion ‚Lento cantabile’ folgt ein ‚Allegro danzante’, dann ein ‚Lento’ mit langgezogenen Cantilenen. Im anschließenden ‚Allegro danzante’ durchdringen sich beide Charaktere zunehmend und nach einem rasenden 16tel-Abwärtslauf entsteht mit gleichmäßigen pp-Achteln ein fast traumhaftes Gebilde: das Septimenmotiv wird über 2 Oktaven gespannt und im weiteren Auf und Ab so verengt, dass am Ende die mollartige Lamentomelodie erreicht wird, die in eine Art Epilog mündet, der den Kreis des ganzen Werkes schließt. (…)
Das Werk ist in seiner melodischen und formalen Kraft sehr stark. Aber wie das bei manchen großen Werken so ist, es verlangt auch viel vom Interpreten an technischem, tonlichem Können und Kondition. Die Mühen sind es jedoch allemal wert, und das Publikum wird es danken.“
(Frank Michael – TIBIA)

 

28.01.1983 Hannover

Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der “Tage der Neuen Musik Hannover” erteilte mir der Norddeutsche Rundfunk einen Auftrag für ein Orchesterstück. So entstand der BRUCKNER-ESSAY FÜR ORCHESTER op. 31 (1982), den die Radio-Philharmonie Hannover unter der Leitung von Michel Tabachnik uraufführte.                                                  

Nicht zuletzt bedingt durch den Bezug zur Romantik – und speziell auf die 7. Sinfonie von Bruckner – erlebte die Komposition nach der Uraufführung mehr als 40 weitere Aufführungen im In- und Ausland:

Dirigenten wie Pierre Bartholomée, Klaus Bernbacher, Karl-Heinz Bloemeke, Heribert Esser, Will Humburg, Rainer Koch, Christoph König, Gerard Oskamp, Leo Plettner, Kurt Redel, Reinhard Schwarz, Stanislaw Skrowaczewski, Paul Thießen, Jörg-Peter Weigle, Klaus Weise, u.a.m. brachten das Werk unter anderem zur Aufführung in Amsterdam, Bielefeld, Bonn, Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Bucheon/Korea, Budapest, Coburg, Detmold, Göttingen, Gütersloh, Hof, Kiel, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Münster, Osnabrück, Paderborn, Seoul, Trier, Uelzen, Wiesbaden.

Rundfunkaufnahmen liegen vor beim NDR und Radio Bremen.

„Die 1982 geschriebene Komposition, ein Auftrag des NDR, ist um einen originellen Bruckner-Kern herumgebaut worden und übersetzt Brucknersche Strukturmerkmale in eigene Konzepte, wenn etwa die Fläche der Streichertremoli in Schlagzeugflächen umgesetzt werden. Andererseits wird das Vorbild auch kontrapunktiert, indem breiter Bläsersatz in mosaikartige Partikel aufgesplittert wird, die miteinander dann eine neue Ordnung eingehen.“
(Münstersche Zeitung) 

„In der Tat klingen Brucknersche Motive immer wieder durch, namentlich aus dessen siebenter Sinfonie. Aber solche unmittelbaren wie auch die mittelbaren Bezüge auf das Vorbild sind hier vielleicht weniger bedeutsam als die Tatsache, dass Redel mit seinem Werk eine Musik von grossem Atem geschaffen hat, eine Musik, deren weite Spannungsbögen ebenso an Bruckner erinnern wie die Kontrapunktik, die auch im Fortissimo noch subtil ist. Nicht zuletzt lässt der ‚Bruckner-Essay’ eine bemerkenswerte Instrumentationskunst erkennen.
(Braunschweiger Zeitung) 

„Das ist , über die im Titel versprochene musikalische ‚Abhandlung’ hinaus, eine ebenso selbstbewusste wie aufrichtige Huldigung an den großen Symphoniker, eine Verneigung vor dem frommen Meister grandioser musikalischer Architekturen, die über weite Strecken fasziniert. Als Keimzelle der in einer ‚Explosion“ des großen Orchesters beginnenden, mit Mitteln einer nach-seriellen Moderne gestalteten Entwicklungen erweist sich der zweite Teil des in seiner ‚himmlischen Länge’ einzigartigen Hauptthemas der ‚Siebten’, dessen Originalgestalt wie aus einer Fülle von Andeutungen, Aufsplitterungen, Metamorphosen, ‚Anfechtungen’ herausgeschält erscheint, wenn sie vor Beginn des letzten Drittels der Komposition zitiert wird. Eine Bruckner-Ehrung ohne Weihrauch-Zusätze und nostalgische Sentimentalität, deren einleuchtendes Konzept und satztechnische Gediegenheit bis zum grimmig-gewittrigen Schluss in einer offenbar sorgfältig vorbereiteten, vom Engagement aller Beteiligten getragenen Aufführung deutlich wurde.“
 (Neue Osnabrücker Zeitung)