(Stand: 01.04. 2020)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
herzlich Willkommen auf meiner Website, auf der Sie sich über Neuigkeiten und Aktivitäten aus meiner kompositorischen Arbeit informieren können.
Für Ihr Interesse danke ich Ihnen herzlich!


Durch Anklicken der farbig unterlegten Werktitel gelangen Sie zu einigen Notenbeispielen!

 

Neueres aus der „Werkstatt“ 2018/19/20:

 

„WIND SKETCHES“. Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op.92 (2018). Spieldauer: 10′

„Erik Saties ‚SPORTS ET DIVERTISSEMENT (1914)‘. Eine kompositorische Interpretation für großes Ensemble sowie Sprecher und Projektion ad libitum“ (2019)

CHORALVORSPIEL zum Lutherchoral „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ für Orgel (2019)

„SAXOLLAGE“. Quartet for saxophones op.94 (2019)

„BEKENNTNISSPLITTER“ für (Mezzo-)Sopran und Marimbaphon op.89a (2017/19)

„MorgenSternSchnuppen“. 8 Aphorismen auf Gedichte von Christian Morgenstern für (Mezzo-)Sopran und Marimbaphon op.95 (2019)

„NACHTSTÜCK“ für Klarinette und Klavier op.96 (2020) „Denk ich an Deutschland in der Nacht…“

„CHIAROSCURO“. Passagen für Orgel op.97 (2020)

 

 

Neuerscheinungen 2018/19:

Falls nicht anders angegeben sind alle auf dieser Seite genannten Werke verlegt bei Boosey & Hawkes / Bote & Bock (Berlin)

„IM ANFANG“. Geistliche Musik für Mezzosopran, Flöte, Harfe und Orgel op.83 (2015)
Kompositionsauftrag der Stiftung St. Matthäus, Berlin
Uraufgeführt am 25. Dezember 2015  in der St. Matthäuskirche Berlin.
Heike Peetz, Mezzosopran
Klaus Schöpp, Flöte
Katharina Hanstedt, Harfe
Lothar Knappe, Orgel.
ISMN 979-0-2025-3455-7
ISBN 978-3-7931-4152-5 Im Anfang

„ZWISCHEN WUNDE UND SCHMERZ. Streichquartett III mit Sopran auf Texte von Najet Adouani (2016)
Uraufführung am 6. Oktober 2017 in Hamburg (Mirallessaal)
Frauke-Maria Thalacker, Sopran
Arsen Zorayan & Ivanna Ilina-Frolikov, Violine
Lucas Schwengebecher, Viola
Closvis Michon, Violoncello
ISMN 979-0-2025-3514-1
ISBN 978-3-7931-4211-9

„DISPUT“ für Horn und Klavier op.88 (2017)
Uraufführung am 11. Oktober 2018 Berlin (Krönungskutschersaal)
Lisa Erchinger, Horn; Ikuko Odai, Klavier
ISMN 979-0-2025-3512-7
ISBN 978-3-7931-4209-6

Als Bearbeitung erschien:
„SECHS LYRISCHE STÜCKE“ von Edvard Grieg (2017)
für Klarinette und Klavier arrangiert von Martin Christoph Redel
1. Volksweise op.38/2
2. Elegie op.38/6
3. Vöglein op.43/4
4. Notturno op.54/4
5. Salon op. 65/4
6. Zug der Zwerge op.54/3.
„Uraufführung“ am 13. November 2017 in Winnenden (Schloss)
Wolfgang Meyer, Klarinette
Markus Hadulla, Klavier
ISMN 979-0-2025-3513-4
ISBN 978-3-7931-4210-2

Redel-Werke als Wettbewerbsrepertoire 2018

Beim 11. Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ 2021 in Graz stehen wieder folgende Vokalkompositionen von mir in den Repertoirelisten:

  • ERTRÄUMT. Gesänge auf Texte von Irena Wachendorff für Mezzosopran/Alt und Klavier op.60 (2006) *
  • DREI ECKELS-LIEDER für Mezzosopran/Alt und Klavier op.72 (2011) *
  • NIRGENDLAND. Sieben Lieder auf Gedichte von Mascha Kaléko für Mezzosopran/Alt und Klavier op.87 (2016)
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Bass-Bariton und Klavier op.54 (2001) *
  • WAS ES IST. Lyrisches Traumbuch auf zwölf Gedichte von Erich Fried für Tenor und Klavier op.54 (2001) *

*  Diese Werke waren ebenfalls in der Liedrepertoireliste des Deutschen Musikwettbewerbs 2018 (9.-13. März, Augustinum Bonn) zu finden.


 

Klassische Kammermusikbesetzungen im Redel – Sound: 

KLAVIERTRIOS

Trio  für Klavier, Violine und Violoncello (in einem Satz) op. 19 (1973) 10‘
Uraufführung: 7. November  1974 Münster (Detmolder Trio: Alan Speer, Klavier; Eva Dörnenburg, Violine; Ina Schlüter, Violoncello)

Schattenlinien. Fantasie für Violine, Violoncello und Klavier op. 53 (2000/2001)  16‘
Uraufführung: 16. Dezember 2001 Dortmund (Trio Jean Paul: Ulf Schneider, Violine; Martin Löhr, Violoncello; Eckart Heiligers, Klavier)  

STREICHQUARTETTE

Streichquartett I  op. 7 (1967)  15‘
Uraufführung: 19. Juli 1968 Detmold. (Heinrich Hörlein & Fenneken Franken, Violine; Adelheid Souchay, Viola; Walter Keller, Violoncello)

Streichquartett II op. 25 (1977) 17-18‘
Uraufführung: 6. August 1978 Hitzacker (Ensemble classique, Köln: Winfried Rüssmann & Koenraad Ellegiers, Violine; Hartmut Frank, Viola;
Claus Kühr, Violoncello)

Zueignung für Streichquartett op.73 (2011) #  4’15’’
Uraufführung:  15.September 2012 Weikersheim.
Lerchen-Quartett (Kathrin Scheungraber und Lisa Klotz, Violine; Hanna Breuer, Viola; Sophie Scheungraber, Violoncello)

Chiffren  einer „bergigen“ Tonfolge für Streichquartett (2013)
Uraufführung: 04. November 2013 Weikersheim
Aris Quartett (Anna Kahtarina Wildermuth und Noémi Zipperling, Violine; Caspar Vinzenz, Viola; Lukas Sieber, Violoncello)

„Zwischen Wunde und Schmerz“. Streichquartett III mit Sopran op.86 (2016)  15’
Texte: Najet Adouani
Uraufführung: 6. Oktober 2017 Hamburg (Miralles-Saal)
(Frauke-Maria Thalacker, Sopran; Arsen Zorayan & Ivanna Ilina-Frolikov, Violine; Lucas Schwengebecher, Viola; Clovis Michon, Violoncello)

QUINTETTE

Quintett für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello op. 38 (1988)  15-16‘
Uraufführung: 11. Dezember 1988 Berlin (Philharmonie). Scharoun Ensemble:
(Peter Geisler, Klarinette; Alessandro Cappone und Armin Brunner, Violine; Brett Dean, Viola; Richard Duven, Violoncello)

Espressioni für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier op. 29 (1980)  19‘
Uraufführung: 14. März 1982 Kopenhagen (Hansjörg Schellenberger, Oboe; Karl Leister, Klarinette; Gerd Seifert, Horn; Günter Piesk, Fagott; David Levine, Klavier)

Wind Sketches. Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op.92 (2018)   10’

 

IM RÜCKSPIEGEL

Zurückliegende Uraufführungen im

APRIL

 

03.04.1968 Darmstadt

Die SONATE FÜR KLAVIER UND VIOLONCELLO op. 6 (1966/67) entstand während meiner Studienzeit in Detmold für die Kommilitonen Dorothy Rowse (Klavier) und Klaus Kühr (Violoncello), die das Werk dann erstmals in Darmstadt und später auch in Detmold interpretierten.

Rundfunkaufnahmen der dreisätzigen Komposition spielten Friedrich-Wilhelm Schnurr, Klavier und Irene Güdel, Violoncello für den WDR sowie Peter-Jürgen Hofer, Klavier und Hartwig Hönle, Violoncello für Radio Bremen ein.

„Eine sensible, vielgesichtige Komposition ist Martin Redels Sonate für Klavier und Violoncello. Die dreisätzige Arbeit verrät handwerkliches Können und musikalische Vielfalt. Die beiden Instrumente führen einen differenzierten, geistreichen Dialog, bei dem das Klavier nicht nur klangfarbliche, sondern auch charakterliche Antithesen bringt.“
(Darmstädter Echo)
 

„Überraschend hart und eigenartig, dabei keineswegs schockierend, sondern durchweg fesselnd (…). Mit glasklar klirrenden Akkorden in der viergestrichenen Oktave, schweren Akzenten in der Bassregion, vielem Wechsel mit motorischer Bewegung und melodischen Bildungen lag der Klavierpart zumeist in Führung vor der etwas indifferenter gehaltenen Cello-Partie.“
(Lippische Landeszeitung Detmold)

 

12.04.1972 Süddeutscher Rundfunk Stuttgart (heute SWR)

Ebenfalls während meiner Detmolder Studienzeit schrieb ich MOVIMENTO VARIATO FÜR ORCHESTER op. 8 (1967). Es war natürlich völlig unklar, ob ich die Musik jemals würde erklingen hören. Dieses Glück bescherte mir aber mein verehrter Lehrer Rudolf Kelterborn, indem er das Werk in eine von ihm dirigierte Rundfunkproduktion in Stuttgart mit aufnahm. Bis zum heutigen Tage gab es allerdings noch keine öffentliche, in einem Konzert stattgefundene Uraufführung, sondern am 12.04.1972 fand die Ursendung statt, interpretiert vom Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart (Heute: SWR Symphonieorchester) unter der Leitung von Rudolf Kelterborn.                                          

Diese Arbeit eines gerade 20jährigen Kompositionsstudenten knüpft verständlicherweise noch an manche Vorbilder an. Indem sich das Werk mit verschiedenen Bewegungszuständen (statisch/dynamisch, metrisch/ametrisch) auseinandersetzt, ergibt sich auf dem Kulminationspunkt der Entwicklung ein recht deutlicher Anklang an Strawinskys „Sacre“.

 

13.04.1983 Remscheid

Im Auftrag der Stadt Remscheid entstand 1982 GIOCO FÜR BLÄSER, HARFE, SCHLAGZEUG UND KONTRABÄSSE op. 32. Die Uraufführung spielte das Orchester der Stadt Remscheid (Heute: Bergische Symphoniker) unter der Leitung von Christoph Stepp. Die Anfrage Christoph Stepps nach einem kurzen, vielleicht sogar humorvollen Stück ergab diese überwiegend spielerisch-heiter gemeinte Komposition in schlichter Dreiteiligkeit, wobei die Teile in sich als Entwicklungsformen aufgebaut sind, sodass jedes Element aus dem anderen hervorwächst.

Weitere Aufführungen in Ahlen, Bad Salzuflen, Boston/Mass.(USA), Darmstadt, Detmold, Göteborg, Herford, Lemgo, Lüdenscheid, Meiningen, Minden, Münster, St. Gallen unter den Dirigenten  Lars Benstorp, Hans Drewanz, Samuel Friedmann, Joachim Harder, Karel Husa, Chin-Chao Lin und Antoni Wit mit dem New England Conservatory Wind Ensemble, Orchester des Staatstheaters Darmstadt, Meininger Hofkapelle, Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Konzertverein St. Gallen sowie dem Orchester der Abt. Münster der Hochschule für Musik Detmold. 

„Die reizvolle Partitur des Detmolder Musikprofessors strahlt aufgrund ihrer aparten Besetzung einen ungemeinen Charme aus, der sich in bizarren Klängen, rhythmischen Attributen und bisweilen ausladenden Kantilenen ergießt und in großen Zügen immer wieder kontrapunktisch gebändigt wird. Die subtile Ausdeutung des knappen Werkes durch Christoph Stepp und das Orchester verhalf dem serenadenhaften Opus, das hin und wieder Härten nicht verschmäht, zum Erfolg und machte es zur eindrucksvollen Eröffnung des Abends.“
(Remscheider Generalanzeiger)   

„Es ist eine Musik, die nicht ausgeklügelt, sondern bei aller logischen Entwicklung des lyrischen Themas als Baumaterial inspiriert wirkt. Ihr Hauptreiz liegt im Klanglichen, im dosierten und charakteristischen Einsatz der Instrumente. Wie da in den Eckteilen die Holz- und Blechbläser sich in neckischem bis witzigen Spiel ergehen und damit Kontrast zum lyrischen Mittelstück schaffen, ist unterhaltsam und erfrischend.“
(St. Galler Tagblatt)

„Auch hier quirlige Schlagzeugeffekte, knifflige Rhythmen der nur von Kontrabässen grundierten Holz- und Blechbläser, im Mittelteil knappe lyrische Wendungen – ein moderner ‚Eulenspiegel’ sozusagen, der im Publikum anfangs Befremden, dann aber überwiegend Zustimmung auslöste. Das muntere Werkchen beweist, dass es möglich ist, modernistische Ansätze, wie dicht geschichtete Klangbänder, mit historischen Reminiszenzen, wie jazzartigen Anklängen, zu verknüpfen.“
(Darmstädter Echo)

 

18.04.2002 Villingen-Schwenningen

Mein KLANGSPIEGEL FÜR ORCHESTER op. 50 (1998/99) wurde durch das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter der Leitung von Peter Ruzicka uraufgeführt. Die Komposition entstand im Auftrag der Stadt Villingen-Schwenningen. Da es sich um Festveranstaltungen zum 1000jährigen Marktrecht der Stadt handelte, sollte die Komposition Bezüge zur Geschichte aufweisen. Ich entschied mich, zwei Komponisten mit „Anklängen“ in mein Werk einzubeziehen, die in der Musikgeschichte eine außergewöhnliche Stellung einnehmen: Modest Mussorgskis „Catacombae (Sepulchrum Romanum)“ aus „Bilder einer Ausstellung“ sowie Charles Ives’ „The unanswered question“. Dieser Rück-„Spiegelung“ in die Vergangenheit entspricht auch die fünfteilige Gesamtstruktur der Komposition, die eine Spiegelform aufweist.

Weitere Aufführungen durch das Orchester der Landesbühnen Sachsen/Alexander von Brück und das Philharmonische Orchester Heidelberg/Volker Christ. 

„Mussorgskis römische Katakomben aus den ‚Bildern einer Ausstellung’ traten am stärksten im Mittelteil und am Schluss hervor. Ob man es hörte oder nicht, das Stück strahlte klangliche Vielfalt aus, war kontrastreich gefasst und wurde von Schlagzeuggewittern vorangetrieben.“
(Sächsische Zeitung)

 

23.04.1995 Osnabrück

Das NOCTURNE FÜR ORCHESTER op. 44 (1992) erklang erstmals in einer Interpretation vom Osnabrücker Symphonieorchester unter der Leitung von Jean-François Monnard. Es handelt sich dabei um eine Instrumentation des zweiten Satzes aus meinem „Duo Concertante für Klavier zu vier Händen op.43“, die ich dem von mir sehr verehrten Komponisten Witold Lutosławski zum 80. Geburtstag widmete.

Weitere Aufführungen (sowie eine CD-Produktion) erfolgten durch das Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen unter Hubert Buchberger in Essen, Köln (WDR), Sarajewo, Tuzla, Mostar, Rijeka, Cakovec und Virovitica.

„Jean-François Monnard steuerte behutsam die aus Grabestiefen aufsteigenden Klangschemen, die aus Andeutungen zu Festigkeit strebenden Figurationen des Nocturnes für Orchester von Martin Christoph Redel ans Licht. Ein lyrisches Poem von eher weicher Klanglichkeit, konsequent strukturiert, das der Detmolder Professor und Hochschulrektor in wahlverwandtschaftlichem Respekt seinem großen, jüngst gestorbenen polnischen Kollegen Witold Lutosławski widmete. Dunkel getönt, aber nicht ausweglos düster, fügen sich die motivischen Formeln über weite Strecken in sanft fließende Wellenbewegungen. Eruptionen, grelle harmonische Ballungen beschwichtigen sich in lindem Flötengetön. Zurückhaltende Gesten, die nach Sublimierung trachten, verströmen ein spät- oder neoimpressionistisches Flair.“
(Neue Osnabrücker Zeitung)  

 

24.04.1977 Witten

MOBILE FÜR OBOE (OBOE D’AMORE), KLARINETTE UND FAGOTT op. 24 (1976) schrieb ich für das Trio d’anches Köln (Hansjörg Schellenberger, Oboe; Hans-Dietrich Klaus, Klarinette; Christoph Carl, Fagott), von dem es bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik uraufgeführt wurde.
Der Titel der Komposition deutet bereits auf ihren Verlauf: es handelt sich um die Reihung und Entwicklung unterschiedlicher Bewegungsstadien und –abläufe.

Weitere Aufführungen (durch unterschiedlich zusammengesetzte Ensembles) u.a. in Ahaus, Berlin, Detmold, Frankfurt a.M., Lemgo, Melbourne, Stuttgart, Weimar sowie im Rahmen einer USA-Tournee des Trio d’anches Köln in Boone, Cleveland, Erie, Pittsburgh, Sexington, Washington und Winston-Salem. Rundfunkproduktion beim WDR mit dem Trio d’anches Köln

„Der sehr gut gewählte Titel lässt die hier statthabende spezifische Art von Bewegung erahnen. Redel pflegt auch hier eine gewisse Zwölftönigkeit. Freilich liefert er sich diesem Prinzip nicht mit Haut und Haaren aus, sondern vertraut lieber seinem gesunden Einfallsreichtum und seinem originellen Klangsinn.“ (Lippische Rundschau, Detmold).

 

25.04.1973 Kassel

Für die „5. Woche für geistliche Musik der Gegenwart“ und für Klaus Martin Ziegler entstanden die REFLEXIONEN FÜR ORGEL op. 18 (1972), die Peter Schumann in der Kasseler Martinskirche zum ersten Mal spielte.

Textgrundlagen: Psalm 22;2 und Psalm 126; 1, 5+6

Weitere Aufführungen in Ansbach, Bad Kissingen, Bad Neustadt/Saale, Bayreuth, Detmold, Echterdingen, Emden, Frankfurt a.M., Karlsruhe, Norden, Leer, Pegnitz, Regensburg, Roth, Saarbrücken, Schloß Ahrensburg, Schwabach, Sindelfingen, Wattenscheid und Wien. Interpreten waren neben Peter Schumann die Organisten Eberhard Popp, Rainer Goede, Felix Muntwiler, Theo Brandmüller, Norbert Düchtel.

Peter Schumann spielte das Werk für den Südwestfunk Baden-Baden (SWR) ein. 

„Zu einer angenehmen Überraschung wurde das Werk, das wohl die wenigsten Zuhörer in der Johanniskirche gekannt haben. ‚Reflexionen’ des zeitgenössischen Komponisten Martin Redel, Reflexionen zu Psalmenworten, die die Verzweiflung des Menschen und seine Hoffnung auf Gott zum Thema haben. Wie ein aggressiver Aufschrei der dissonante Akkord zu Beginn lautstark und schnarrend, analog zu den Psalmenworten ‚Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?’, dann aber verlor sich die Frage, verflüchtigte sich in zart und durchsichtig registrierten Phrasen. Bei diesem Stück, das voller Gegensätze, aber auch voller kompositorischer Einfälle fast lautmalerisch die Bedeutung der Psalmenworte nachvollzog, musste man aufhorchen, so beeindruckend und grandios waren Komposition wie Interpretation.“
(Fränkische Landeszeitung Ansbach)

 

28.04.2015 Jerusalem

Anlässlich des 50jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel schrieb ich für eine in Israel und Deutschland stattfindende Konzertserie der Pianistin Heidrun Holtmann GEFANGENE AUGENBLICKE. SPIEGELFANTASIE FÜR KLAVIER op.82 (2014). Der Begriff “Spiegelfantasie” bezieht sich auf den formalen Ablauf der Komposition, die ab ihrer Mitte die vorangegangenen charakterlichen Abschnitte in frei-umgekehrter und variierter Reihenfolge auftreten läßt.

Nach der Uraufführung in Jerusalem folgten Konzerte in Tel Aviv, Berlin (Philharmonie) und Saarbrücken. Theodor Pauß spielte die Komposition beim 27. Festival für aktuelle Musik “Randfestspiele” 2019 in Zepernick.

 

28.04.2019 Weimar

Mit Blick aus den von der „via nova – zeitgenössische Musik in Thüringen e.V.“ ausgeschriebenen Kompositionswettbewerb für Horn und Orchester entschloss ich mich, den schon bei Komposition der Erstfassung meines DISPUTs erwogenen Gedanken in die Tat umzusetzen und daraus den DISPUT FÜR HORN UND ORCHESTER op.88a zu gestalten. Das Werk wurde von der Jury ins Finale ausgewählt und erhielt nach der Uraufführung durch den großartigen Jörg Brückner (Horn) und die Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Markus L. Frank einen 2. Preis (ein 1. Preis wurde nicht vergeben!) sowie den Preis des Publikums.

„Im ‚Disput‘ für Horn und Orchester von Martin Christoph Redel bewies sich Solist Jörg Brückner als kongenialer Partner, der den Solopart mit Brillanz und Verve auslotete. Es war ein seltener Hörgenuss, wie sich Horn und Orchester eine angeregte musikalische Diskussion lieferten. Wie einer den anderen nach Noten zu überzeugen versuchte und beide sich schlussendlich annäherten. Das hatte Witz und Humor, vor allem aber musikalische Klasse.“
(Thüringer Allgemeine)

 

30.04.2006 Detmold

BLUE MOOD FOR BIG-BAND op. 59 (2005) entstand im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der Big-Band der Hochschule für Musik Detmold und meiner Kompositionsklasse. Wie würden wohl junge Komponisten der E-Musik für Big-Band komponieren? Da auch mich (als nicht mehr ganz jungem Komponisten!) das Thema interessierte, steuerte ich “Blue Mood” bei. Das Material dieser Komposition baut auf den zwei kleinen Kompositionen “Omaggio” und “Reflections on ‘Ground Zero’” für Violine und Klavier auf, wobei es sich nicht “nur” um eine Uminstrumentierung dieser zwei Kompositionen handelt. Vielmehr wurde das kompositorische Material neu miteinander verknüpft, sodass eine eigenständig-neue Komposition daraus entstand.

Die Premiere spielte – zusammen mit Arbeiten meiner Kompositionsschüler – die Big-Band der HfM Detmold unter der Leitung von Hermann Dukek.

“Martin Christoph Redel versucht in seinem ‘Blue Mood’ mit großer Umsicht und Respekt die beiden Felder (Klassik und Jazz) aufeinander zu zu bewegen. Seine ‘Klassik’ klang vom Timing her sehr ruhig, so dass die groovenden Elemente seines ‘Jazz’ sehr organisch in die Komposition hineinwachsen konnten.” (Lippische Landeszeitung, Detmold)